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Medien-Umfrage: Das Vertrauen ist noch da
Politik 29.11.2016

Medien-Umfrage: Das Vertrauen ist noch da

Zeitungen und Radio stehen bei der Vertrauensfrage weiterhin hoch im Kurs.

Medien-Umfrage: Das Vertrauen ist noch da

Zeitungen und Radio stehen bei der Vertrauensfrage weiterhin hoch im Kurs.
Foto: Peggy Conrardy
Politik 29.11.2016

Medien-Umfrage: Das Vertrauen ist noch da

Jacques GANSER
Jacques GANSER
In Luxemburg gelten die klassischen Medien weiterhin als Vertrauensträger. Zeitungen und Radio stehen dabei an der Spitze.

(jag) - Lügenpresse, Vertrauensverlust in die Medien, Untergang des klassischen Journalismus: Fast scheint es, als sei das Ende des klassischen Medienzeitalters eingeläutet worden. Die Ergebnisse einer Eurobarometer-Umfrage lassen allerdings eher auf das Gegenteil schließen: Die Medien in Luxemburg vertreten verschiedene Standpunkte und Meinungen, allerdings unterliegen sie auch politischem und wirtschaftlichen Zwängen. So jedenfalls sehen das die meisten Bürger unseres Landes.

Der Inhalt der Medien ist vertrauenswürdig, sagen 65 Prozent der Befragten. Das liegt deutlich über dem europäischen Durchschnitt (53 Prozent). Sowohl bei den älteren als auch bei den jüngeren Jahrgängen genießen die Medien hohes Vertrauen.

Radio und Zeitungen liegen dabei an der Spitze des Vertrauenswürdigkeit ( 72 beziehungsweise 71 Prozent), es folgen Fernsehen (62 Prozent) und soziale Medien (38 Prozent).



Überhaupt scheint die luxemburgische Bevölkerung dem Internet als Medium eher skeptisch gegenüberzustehen. 32 Prozent behaupten, sich nie über das Netz auf dem Laufenden zu halten. Unter jenen, die das Netz als Medium nutzen, liegen die jüngeren Jahrgänge deutlich vorne.

Auch die Beteiligung an Debatten im Netz scheint in Luxemburg eher einer kleinen Anzahl von Usern vorbehalten zu sein, 65 Prozent sagen aus, sich nie an solchen Debatten zu beteiligen.  

Wer im Netz debattiert, riskiert Hass und Aggression. 35 Prozent der Befragten ist dies noch nie passiert, 16 Prozent hingegen haben dies sehr oft erlebt. 57 Prozent der befragten halten sich deshalb gezielt aus solchen Diskussionen heraus.


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