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Mädchen sind die besseren Teamworker
Politik 2 Min. 21.11.2017 Aus unserem online-Archiv
PISA-Erhebung

Mädchen sind die besseren Teamworker

Mädchen können in der Gruppe besser zusammenarbeiten als Jungen.
PISA-Erhebung

Mädchen sind die besseren Teamworker

Mädchen können in der Gruppe besser zusammenarbeiten als Jungen.
Foto: Shutterstock
Politik 2 Min. 21.11.2017 Aus unserem online-Archiv
PISA-Erhebung

Mädchen sind die besseren Teamworker

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Wenn es um das Problemlösen im Team geht, haben Mädchen die Nase vorn, so die jüngste PISA-Sonderauswertung 2015. Das gilt auch für Luxemburg.

(mig/C.) - Mädchen arbeiten erfolgreicher im Team als Jungen. Das geht aus der neuesten PISA-Sonderauswertung hervor, die die OECD am Dienstag veröffentlicht hat.

Interessant an der Studie ist, dass die Mädchen in allen teilnehmenden Ländern bei der Teamarbeit besser abschneiden als die Jungen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Mädchen in der Leistungsspitze vertreten sind, ist um das 1,6-fache größer als bei Jungen. Andersherum haben die Jungen eine 1,6-fach höhere Wahrscheinlichkeit, sich unter den leistungsschwachen Schülern wiederzufinden.

Im individuellen Problemlösen (Sonderauswertung aus PISA 2012) hatten die Jungen die Nase vorn, aber nicht in allen Ländern.

Luxemburg unter OECD-Durchschnitt

Auch in Luxemburg schneiden die Mädchen im gemeinsamen Problemlösen besser ab als die Jungen. Die Mädchen kommen auf 504 Kompetenzpunkte, die Jungen auf 478. Mit 491 Punkten liegt Luxemburg sieben Plätze hinter dem OECD-Durchschnitt (500 Punkte) und landet im Gesamtranking auf Platz 28 von 52 teilnehmenden Ländern, also im zweiten Drittel.

Unsere Nachbarländer schneiden besser ab. Deutschland liegt auf Platz 12, Belgien auf Platz 21 und Frankreich vor uns auf Platz 27. Spitzenreiter sind Singapur, Japan, Hongkong und Südkorea mit einem Durchschnitt von 562, 552, 541 bzw. 539 Punkten.

Erster Test von sozialen Kompetenzen

Die Schüler mussten am Computer verschiedene Aufgaben lösen und sich dabei mit anderen absprechen. Die anderen wurden vom Testprogramm simuliert. Eine Aufgabe bestand zum Beispiel darin, ein Ausflugsziel für eine Klassenfahrt zu finden, die Vor- und Nachteile verschiedener Ziele auszuloten und ein in den Test eingebautes Missverständnis zu klären. 

Bedeutung von Sozialkompetenzen

An der Erhebung nahmen insgesamt 125.000 15-Jährige aus 52 Ländern teil. Es ist die erste Erhebung über die Problemlösungsfähigkeit im Team. Grund für die Untersuchung der Teamfähigkeit war der Umstand, dass die sozialen Kompetenzen im Berufsleben immer wichtiger werden. Viele Probleme lassen sich nicht mehr alleine, sondern nur noch im Team lösen.

Untersucht wurde auch die Einstellung der Schüler zur Teamarbeit und inwiefern außerschulische Aktivitäten und der soziale Hintergrund der Schüler eine Rolle spielen.

Soziokultureller Hintergrund

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass der soziokulturelle Hintergrund keinen wesentlichen Einfluss auf die Leistung hat, dass also sozial benachteiligte Schüler oder Schüler mit Migrationshintergrund nicht schlechter abschneiden als andere Schüler.

Ferner war es die Feststellung, dass Schulaktivitäten, bei denen Kommunikation und Austausch gepflegt werden, die Haltung der Schüler zur Teamarbeit positiv beeinflussen. Auch sportlich aktive Schüler haben eine positivere Einstellung zur Zusammenarbeit als Schüler, die sich außerhalb der Schule kaum bewegen.

Zudem wirkt sich ein positives Schulklima positiv auf die Problemlösungsfähigkeit aus.



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