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Lyme-Borreliose-Krankheit: Warten auf den Impfstoff
Bisher konnte noch kein Impfstoff gegen die Lyme-Borreliose entwickelt werden.

Lyme-Borreliose-Krankheit: Warten auf den Impfstoff

Foto: Archiv Saint-Paul
Bisher konnte noch kein Impfstoff gegen die Lyme-Borreliose entwickelt werden.
Politik 08.03.2016

Lyme-Borreliose-Krankheit: Warten auf den Impfstoff

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Gegen die Lyme-Borreliose gibt es bislang keinen Impfstoff. Gegen die Krankheit hilft also vor allem Vorsicht. Die Regierung verspricht nun, die Sensibilisierungsarbeit zu verstärken und auf die Meldepflicht zu pochen.

(mig) - Gegen die von Zecken übertragene Lyme-Krankheit gibt es bislang noch keinen Impfstoff. Um sich gegen die heimtückische Krankheit zu schützen, hilft also vor allem Vorsicht. In einer gemeinsamen Sitzung des parlamentarischen Gesundheits- und Sozialversicherungsausschusses am Dienstag versprach die zuständige Gesundheitsministerin Lydia Mutsch, die Informations- und Sensibilisierungsarbeit zu verstärken.

Laut der Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses, Cécile Hemmen (LSAP), wird das Gesundheitsministerium Ende April eine aktualisierte Informationsbroschüre veröffentlichen. An die Gemeinden geht der Rat, Warnschilder an Waldeingängen aufzustellen.

Das "Luxembourg Institute of Health" (LIH) arbeitet derzeit an der Entwicklung eines Impfstoffes, das Hemmen zufolge frühestens in zwei Jahren auf den Markt kommen könnte.

Ärztliche Meldepflicht

Für die Lyme-Krankheit besteht Meldepflicht. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass diese nicht immer eingehalten wird. Das soll sich nun ändern. Ärzte werden dazu angehalten, jeden Fall an die Gesundheitsbehörde zu melden.

Häufig wird die Krankheit nicht als solche erkannt. Damit die Erkennung leichter fällt, werden auf europäischer Ebene verlässlichere Tests entwickelt. Zudem soll der Wissensstand der Ärzte verbessert werden.

Die Lyme-Krankheit war am 3. Februar Thema einer öffentlichen Anhörung, nachdem die diesbezügliche Petition über 8.000 Unterschriften erreicht hatte. Die Antragstellerin, die seit Jahren unter der Krankheit leidet, forderte die Anerkennung und eine bessere Behandlung der Zeckenkrankheit.

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