Es klingt wie ein Remake von Luxleaks: Ein neuer Bericht zeigt, wie Ikea seine Gewinne durch ganz Europa schleust, um möglichst wenig Steuern zu zahlen. Luxemburg spielt eine wichtige Rolle in diesem komplizierten Steuersparkit. Doch die Tage dieses Systems könnten gezählt sein.
Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Luxemburg konnte ihren Umsatz trotz Luxleaks-Affäre und anderer Herausforderungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 um sieben Prozent steigern.
Aus der Veröffentlichung der ominösen Seite aus dem Krecké-Rapport geht hervor, dass Jeannot Krecké 1997 Jean-Claude Juncker dazu aufforderte, die sogenannten „tax rulings“ zu überwachen.
Unter Berufung auf Aussagen des früheren Ministers Jeannot Krecké zieht das deutsche Nachrichtenmagazin Teile der Stellungnahme Junckers vor dem Sonderausschuss des Europaparlaments in Zweifel.
Der Wirtschaftsprüfer Antoine Deltour, der die Luxleaks -Affäre ins Rollen brachte, wurde vom Europaparlament für den renommierten Sacharow-Preis vorgeschlagen.
Um Steuern zu sparen, verlagern Konzerne Gewinne häufig in andere EU-Länder. Gegen diese gängige Praxis geht die EU-Kommission nun vor. Die EU-Staaten sollen sich ab Januar 2016 über ihre Steuerzusagen an Unternehmen austauschen.
Wie geht es weiter in Sachen LuxLeaks? Luxemburg müsse sein Geschäftsmodell anpassen und der Staat sein Kompetenzdefizit in finanzpolitischen Fragen überwinden, sagt der CSV-Abgeordnete Laurent Mosar im LW-Interview.
Wenn es nach der großen Mehrheit im Parlament geht, bedarf es keiner weiteren Aufarbeitung von LuxLeaks. Nur Déi Lénk sehen noch viele Fragen offen und erheben schwere Vorwürfe gegen die politisch Verantwortlichen.
Fraktionsvorsitzende im EU-Parlament verzögern den Einsatz eines Untersuchungsausschusses zur LuxLeaks-Affäre. Eine Entscheidung soll im Februar fallen. Kommt der Ausschuss, könnte er für Juncker Unannehmlichkeiten mit sich bringen.
194 EU-Abgeordnete sind dafür, dass im EU-Parlament ein Untersuchungsausschuss zur LuxLeaks-Affäre zustande kommt. Die Initiatoren versichern, dass dadurch Steuerdumping in ganz Europa bekämpft werden soll.
Die Beraterfirma PwC hat einen weiteren Mitarbeiter entlassen. Ihm wird vorgeworfen, vertrauliche Dokumente gestohlen und an das Journalistenkonsortium ICIJ weitergeleitet zu haben. Das teilt PwC auf ihrer Internetseite mit.
Im Kampf gegen fragwürdige Steuersparmodelle tritt die EU-Kommission die Flucht nach vorne an: Sie will nun alle Mitgliedsstaaten der EU unter die Lupe nehmen. Finanzminister Gramegna begrüßt die Initiative.
Sollicitée par les médias suite à la publication lundi de l'interview de son ancien employé, la société d'audit ne se prononce pas sur le vol de ces documents à l'origine de LuxLeaks. Elle indique en revanche avoir passé en revue son système informatique.
Der Franzose Antoine Deltour erklärt in einem "Libération"- Interview, weshalb er als PwC-Mitarbeiter Dokumente kopierte und an einen Journalisten weitergab.
Das Journalistenkonsortium ICIJ hat eine zweite Welle von Steuerrulings publiziert. Unter anderem geht es dabei um die US-Konzerne Disney und Koch Industries sowie Skype.
Das Journalistenkonsortium ICIJ bringt ein bisher nicht bekanntes Steuerruling ans Licht. Das dahinter stehende Konstrukt ist aus mehreren Gründen bemerkenswert.
Der Direktor des „International Consortium of Investigative Journalists“ (ICIJ) im Exklusivinterview mit dem „Luxemburger Wort“: Ein Gespräch über Steueroasen, luxemburgische Reaktionen auf „LuxLeaks“ und die Methoden des investigativen Journalismus.
Die Beraterfirma PwC kommt auf die Affäre Luxleaks zurück. Es habe im Vorfeld des 5. November "keine engeren Kontakte" mit dem Finanzministerium gegeben.
In Sachen Tax Rulings kündigte Premier Bettel mehr Transparenz an. Wie die aussehen soll, zeigt ein großherzogliches Reglement, aus dem paperjam.lu zitiert. Demnach soll eine beratende Kommission in der Steuerbehörde geschaffen werden.
EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hofft, dass Luxemburg im Zusammenhang mit der LuxLeaks-Affäre weitere Dokumente herausgibt. Dies könnte wiederum zu neuen Ermittlungsverfahren gegen das Großherzogtum führen.
Bereits vor der Veröffentlichung der LuxLeaks-Dokumente wandte sich das Journalisten-Konsortium ICIJ an Jean-Claude Juncker. Dieser hat es laut einem Medienbericht versäumt, seine Partei und die Regierung darüber in Kenntnis zu setzen.
Die politische Klasse fühlt sich durch die LuxLeaks-Recherchen als Opfer einer internationalen Kampagne und reagiert mit demonstrativer, nahezu überparteilicher Geschlossenheit. Nur eine Partei schert aus der ganz großen nationalen Koalition aus.
Die Kritik an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in der Folge der LuxLeaks-Enthüllungen reißt nicht ab. Das deutsche Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" schießt sich auf den ehemaligen luxemburgischen Premierminister ein.
Bei seinem Auftritt im französischen Regionalfernsehen hat Premierminister Xavier Bettel bekräftigt, dass die Regierung bei den Steuerabsprachen zwischen Unternehmen und Finanzbehörde auf größere Transparenz setzen will.
Die Regierung habe einige Tage vor der Veröffentlichung der LuxLeaks Enthüllungen erfahren, dass Luxemburg im Visier einer Attacke sei. Über das Ausmaß der Affäre sei man jedoch überrascht gewesen, hieß es nach dem Ministerrat.
In der Absicht, auf Pressberichte im Zusammenhang mit der "LuxLeaks"-Affäre zu antworten, offenbart Finanzminister Pierre Gramegna ein bisher nicht von ihm gekanntes Gesicht. Auf Fragen von Journalisten verliert er komplett seine Contenance. Ein Kommentar von Christoph Bumb.
Auch wenn die Steuerparadiese verschwinden, heißt dies nicht, dass die verschiedenen Länder nicht mehr versuchen werden, durch möglichst attraktive Steuersätze Unternehmen anzulocken. Darauf weist die OECD hin. Im Gegenteil: Der Wettbewerb könne sich verstärken.
Was wusste die Regierung über die "LuxLeaks"-Enthüllungen, und vor allem wann? Diese Frage beschäftigt nun auch das Parlament. Ein Brief des internationalen Journalistenkonsortiums ICIJ an den Finanzminister könnte zum Politikum werden.
Nicht der Premier, nicht der Finanzminister - Nein, Außenminister Jean Asselborn vertrat in einer deutschen Talkshow die Luxemburger Position in Sachen "LuxLeaks". Der Diplomatiechef versuchte dabei einiges zurecht zu rücken und war bei allem Ernst der Lage wie immer auch zu Scherzen aufgelegt.
Blau-Rot-Grün spricht in Sachen "LuxLeaks" nicht mit einer Stimme. Der Finanzminister widerspricht offen dem Außenminister und verstrickt sich damit selbst immer mehr in Widersprüche. Bleibt die Frage: Was ist die offizielle Meinung der Regierung?
Nach tagelangem Schweigen zur LuxLeaks-Affäre meldet sich EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker zu Wort. Nach einer Pressekonferenz nahm er am Nachmittag an einer Debatte im EU-Parlament über die LuxLeaks-Affäre teil.
Finanzminister Gramegna verteidigt in der renommierten deutschen Tageszeitung das Geschäftsmodell Luxemburgs als Finanzplatz. Direkte Konsequenzen werde man nicht ziehen.
Wie eine Lawine brach die Meldung der "LuxLeaks"-Recherchen über Luxemburg herein. Doch nicht jeder wurde davon überrascht. Über die Recherchen war die Regierung bereits Wochen vor der Veröffentlichung im Bilde - zumindest ein Teil der Regierung.
Die "LuxLeaks"-Affäre scheint auch innerhalb der Koalition für Unmut zu sorgen. Neben der CSV und der ADR hat angeblich auch die DP die rezenten Aussagen von Jean Asselborn im "Spiegel" kritisiert.
„Es ist nicht der richtige Zeitpunkt für Parteipolitik“, so die generelle Aussage der Mitglieder der Finanzkommission nach der Dringlichkeitssitzung am Freitagabend. Über alle Parteigrenzen hinweg waren sie sich darin einig, dass mit den Enthüllungen in der LuxLeaks-Affäre eine „orchestrierte Aktion“ gegen Luxemburg geritten werde.
Regierungschef Xavier Bettel hat beim Pressebriefing nach dem Ministerrat noch einmal Stellung zu den Steuervorwürfen genommen. Das Prinzip sei legal gewesen und bleibe es auch, über die Methode könne man aber diskutieren.
In der Folge der "LuxembourgLeaks"-Affäre gerät der neue EU-Kommissionspräsident Juncker zunehmend unter Druck. Der Betroffene wehrt sich gegen den Vorwurf, dass er sich in einem Interessenkonflikt befinde.
Die internationale Presse schüttelt am Freitag den Kopf über die Hilfe des Luxemburger Staats bei der Steuervermeidung. Die Kommentatoren erinnern daran, dass Steuerehrlichkeit eine gesellschaftliche Verpflichtung ist, gerade in Zeiten der Euro-Schuldenkrise.
Welche Konsequenzen wird die LuxLeaks-Affäre auf das Großherzogtum haben? Linda Cortey, Ressortleiterin der Wirtschaftsredaktion beim "Luxemburger Wort", ist der Meinung, dass das Land sein Image als Steuerparadies wohl noch einige Zeit behalten wird. Unser Video.
Könnte Juncker seinen Job als EU-Kommissionspräsident durch die LuxLeaks-Enthüllungen verlieren? Und bleibt beim Thema Steueroptimierung jetzt weiterhin alles beim Alten? Die wichtigsten Fakten im Überblick.
Die Unternehmensberatung PwC Luxembourg reagiert auf die LuxLeaks-Enthüllungen: Sie habe ihren Kunden Ratschläge erteilt, die das geltende Recht respektieren. Die nun veröffentlichten Unterlagen stammten wahrscheinlich aus dem eigenen Haus.
Bei einer eilig einberufenen Pressekonferenz versuchte die Regierung am Donnerstagvormittag, die wachsende internationale Kritik gegen Luxemburg zu entkräften. Die geheimen Steuerabkommen seien nicht illegal, sagte Bettel. Der Finanzausschuss wird sich am Freitag in Anwesenheit von Finanzminister Gramegna mit den Enthüllungen befassen.
Auf den sozialen Netzwerken schlagen die Wellen hoch: Viele Politiker und Normalbürger fordern Konsequenzen aus der Affäre um Luxemburger Modelle zur Steuervermeidung.
Das Recherche-Netzwerk ICIJ hat sich auf Enthüllungen von Finanzskandalen in internationalem Ausmaß spezialisiert. Die LuxLeak-Affäre erinnert an die Recherche des ICIJ vor einem Jahr, als das steuerliche Versteckspiel des Multimillionärs Gunter Sachs öffentlich wurde.
Wettbewerbshüter nehmen Steuerpraktiken seit 2013 unter die Lupe. Jean-Claude Juncker will sich nicht einmischen, er will seine Meinung für sich behalten.
Die Recherchen im Rahmen von "Luxembourg Leaks" richten sich nicht zuletzt gegen Jean-Claude Juncker. In seiner Amtszeit sind die umstrittenen Steuerdeals mit einzelnen Unternehmen abgeschlossen worden. Juncker ist jetzt Chef der EU-Kommission, die gegen Luxemburg ermittelt.
Der luxemburgische Finanzplatz steht im Zentrum einer weltweiten Recherche von 80 Journalisten. Geheimdokumenten zufolge sollen internationale Großkonzerne ihre Steuerlast mit Hilfe Luxemburger Behörden drastisch gedrückt haben.
In einem Zeichentrickfilm hat das "International Consortium of Investigative Journalist die Schlangentricks der "Steueroase Luxemburg" erklärt. Wie's funktioniert, das zeigt der Film.