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LUXEOSys: Personalmangel als Knackpunkt
Politik 25.09.2020

LUXEOSys: Personalmangel als Knackpunkt

Ein Modell des Observationssatelliten LUXEOSys.

LUXEOSys: Personalmangel als Knackpunkt

Ein Modell des Observationssatelliten LUXEOSys.
Foto: Lex Kleren
Politik 25.09.2020

LUXEOSys: Personalmangel als Knackpunkt

Marc HOSCHEID
Marc HOSCHEID
Der Generaldirektor von LuxGovSat erklärt in der der parlamentarischen Budgetkontrollkommission wieso seine Firma vom Projekt eines Observationssatelliten Abstand genommen hat.

Am Freitag ging es in der parlamentarischen Budgetkontrollkommission erneut um das Dossier LUXEOSys. Die Abgeordneten beschäftigen sich mit der Frage, wie die Kosten für den Observationssatelliten um bis zu 139 Millionen Euro gegenüber dem ursprünglichen Budget in Höhe von 170 Millionen Euro steigen konnten. In der jüngsten Sitzung legte Patrick Biewer, Generaldirektor von LuxGovSat, dar, warum seine Firma zunächst am Betrieb des Satelliten interessiert war, sich später jedoch vom Projekt zurückzog. 

Laut der Ausschussvorsitzenden Diane Adehm (CSV) hat Biewer erklärt, dass LuxGovSat zwar stets an dem Projekt interessiert war, jedoch anfangs keine konkreten Berechnungen vorgenommen wurden. Erst später habe man festgestellt, dass rund 40 Mitarbeiter fehlten, um den Satelliten betreiben zu können. Er habe zudem klar unterstrichen, dass die Kosten bei einer Beteiligung von LuxGovSat nicht niedriger ausgefallen wären. Dies hatte der frühere Verteidigungsminister Etienne Schneider (LSAP) jedoch behauptet. 

Falsche Herangehensweise an gutes Projekt

Für Adehm ist weiter nicht ersichtlich, warum Schneider das Projekt so schnell vorangetrieben hat. Sie stellt außerdem die Frage in den Raum, wieso dessen Amtsnachfolger François Bausch (Déi Gréng) erst damit in die Kommission kam, nachdem Schneider aus der Regierung ausgeschieden war. Ob die CSV das Projekt am Ende mittragen wird, stehe noch nicht fest, in der Fraktion gingen die Meinungen dazu weit auseinander. 

Für Djuna Bernard (Déi Gréng) ist LUXEOSys das perfekte Beispiel für ein im Grunde genommen gutes Projekt, das durch die falsche Herangehensweise ins Zwielicht geraten ist. Der Satellit könne mit seinen Fotos nämlich beispielsweise im Kampf gegen den Klimawandel wichtige Erkenntnisse liefern. Die Grünen stünden jedenfalls „weiter hinter dem Projekt“. 


Politik, Pressekonferenz Minister Francois Bausch zu Militär Satelit LUXEOSys, foto: Lex Kleren/Luxemburger Wort
LUXEOSys: Armee wurde nicht eingebunden
General Alain Duschène erklärt in der parlamentarischen Budgetkontrollkommission, dass die Armee erst Details über den Observationssatelliten LUXEOSys erfuhr, nachdem das Gesetz bereits angenommen war.

Ob weitere Personen in der Budgetkontrollkommission zu dem Thema gehört werden, steht noch nicht fest. Über ein zusätzliches Finanzierungsgesetz dürfte Ende Oktober respektive Anfang November im Plenum abgestimmt werden.

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Politik, Etienne Schneider, Budgetkontrollkommission zu Observationssatellit Foto: Anouk Antony/Luxemburger Wort