Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Luxemburgische Armee: Militärausgaben werden erhöht
Politik 15.09.2014

Luxemburgische Armee: Militärausgaben werden erhöht

Luxemburg wird sich mit acht Dingo-Militärfahrzeugen an einem Manöver in Litauen beteiligen.

Luxemburgische Armee: Militärausgaben werden erhöht

Luxemburg wird sich mit acht Dingo-Militärfahrzeugen an einem Manöver in Litauen beteiligen.
Paul Hinger
Politik 15.09.2014

Luxemburgische Armee: Militärausgaben werden erhöht

Verteidigungsminister Etienne Schneider (LSAP) informierte die Abgeordneten über den Nato-Gipfel in Wales. Kritische Töne gab es von seinem Vorgänger Jean-Marie Halsdorf.

(ml) - Die Nato-Partner wollen im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise ihren Druck auf Russland weiter ausüben. Geplant ist ein Militärmanöver in Litauen. Verteidigungsminister Etienne Schneider (LSAP) bestätigte am Montagmorgen vor dem zuständigen Parlamentsausschuss erneut, dass Luxemburg sich mit 30 Soldaten und acht Dingo-Militärfahrzeugen daran beteiligen wird. Amtsvorgänger Jean-Marie Halsorf bedauert, dass der Kostenpunkt für die luxemburgische Beteiligung nicht in Erfahrung zu bringen war. Der CSV-Politiker hofft, in den kommenden Wochen nähere Einzelzeiten darüber zu bekommen.

Überhaupt bleibe vieles unbekannt, so Halsdorf. Die Nato ist dabei sich zu reorganisieren. In Osteuropa soll demnächst eine Task-force auf die Beine gestellt werden. Konkret geht es um Einheiten, die sich bereit halten sollen, um einschreiten zu können, wenn es nötig ist. Halsdorf wollte erfahren, ob auch Luxemburg sich an diesen Battle-Groups oder NRF (wie sie im Nato-Fachjargon heißen) beteiligen wird und was die finanziellen Auswirkungen sind. Seine Fragen blieben unbeantwortet. Im allgemeinen ist Halsdorf der Ansicht, dass Schneiders Verteidigungspolitik keine neuen Akzente enthalte. Der aktuelle Minister ist diesbezüglich anderer Meinung.

Höhere Militärangaben

Luxemburg wird der Nato-Forderung, sein finanzielles Engagement innerhalb des Bündnisses von 0,4 auf 0,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufzustocken, nachkommen. In Zukunft wird das Großherzogtum jährlich 100 Millionen Euro mehr zur Verfügung stellen. Die jährlichen Ausgaben liegen bei 300 Millionen Euro.

Das Geld soll gezielt eingesetzt werden, mit dem Ziel, dass ein Teil davon auch dem Handwerk zugute kommt. Vorgesehen sind unter anderem die Renovierung der Kasernen auf dem Herrenberg in Diekirch und die Instandsetzung der Startbahn auf dem Findel. Des Weiteren soll der Nato ein Datenzentrum zur Verfügung gestellt werden, was für die luxemburgische Wirtschaft auch von Nutzen sein dürfte, so Schneider.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Luxemburger Delegation in Litauen : Zu Besuch bei Freunden
Zwischen staatsmännischem Ernst und lockeren Businessgesprächen: Der Großherzog besucht mit einer Delegation um Außenminister Jean Asselborn und Wirtschafts- und Verteidigungsminister Etienne Schneider Vilnius, die Hauptstadt Litauens. Eine Reportage.
Visite d'Etat en Lituanie, S.A.R. le Grand-Duc avec Dalia Grybauskaite, Presidente de la Republique de Lituanie lors du diner de gala, a Vilnius le 26 Octobre 2017. Photo: Chris Karaba