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Luxemburger Chefdiplomat in New York
Politik 28.09.2015 Aus unserem online-Archiv
UN-Generalversammlung

Luxemburger Chefdiplomat in New York

Außenminister Jean Asselborn trifft u. a. seinen amerikanischen Amtskollegen John Kerry.
UN-Generalversammlung

Luxemburger Chefdiplomat in New York

Außenminister Jean Asselborn trifft u. a. seinen amerikanischen Amtskollegen John Kerry.
Foto: AFP
Politik 28.09.2015 Aus unserem online-Archiv
UN-Generalversammlung

Luxemburger Chefdiplomat in New York

In New York beginnt am Montag die 70. Generaldebatte der Vereinten Nationen. Luxemburg wird durch Außenminister Jean Asselborn vertreten.

(ml) - Das Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York verwandelt sich am Montag wieder in eine Art "Laufsteg" politischer Prominenz: Vertreter aus 193 Ländern nehmen an der 70. Generaldebatte der Vereinten Nationen teil. Doch kommt bei diesem runden Jubiläum keine Feierlaune auf. Zu groß sind die Probleme, mit denen die internationale Staatengemeinschaft derzeit konfrontiert ist.

Das zentrale Thema am Montag dürfte der Bürgerkrieg in Syrien und seine Folgen sein. Barack Obama und Wladimir Putin, die Präsidenten der USA und Russland, sowie ihr chinesischer Kollege Xi Jinping, werden einer nach dem anderen im Plenum das Wort ergreifen. Geplant ist auch ein Gespräch unter vier Augen zwischen Putin und Obama.

Einigung fraglich

Es bleibt abzuwarten, ob es beiden Politikern gelingen wird, sich in der Syrien-Frage aufeinander zuzubewegen. Am Sonntag hat der Kremlchef in einem Rundfunkinterview bekräftigt, dass er die Unterstützung der USA für die Rebellen in Syrien für nutzlos hält. Die USA sind wenig begeistert darüber, dass Russland eine neue Allianz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat vorschlägt, in der auch der syrische Staatschef Baschar al-Assad mitwirken soll.

Luxemburg ist bis Donnerstag durch Außenminister Jean Asselborn in New York vertreten. Der luxemburgische Chefdiplomat wird am Donnerstag eine Rede im Plenum der Vereinten Nationen halten. Des Weiteren wird er am Rande der Generaldebatte die Gelegenheit nutzen, an informellen Ministertreffen teilzunehmen, bei denen es vorwiegend um die Konfliktherde in der Ukraine und in Syrien gehen wird. Geplant ist auch eine Unterredung mit dem amerikanischen Außenminister John Kerry. 

Die UN-Generaldebatte ist der Auftakt der UN-Vollversammlung. Unabhängig von seiner Bevölkerungszahl hat jeder Staat eine Stimme. Jeder Redner hat 15 Minuten zur Verfügung. Die Redezeit wird jedoch oftmals überzogen. Der ehemalige kubanische Staatschef Fidel Castro stand 1960 viereinhalb Stunden am Rednerpult. 

Am vergangenen Sonntag war der Abschluss des UN-Gipfels zur nachhaltigen Entwicklung. Premierminister Xavier Bettel betonte in seiner Rede, dass Luxemburg bei der Finanzierung der klimatischen Aktionen seinen Beitrag leisten werde. Für die Jahre 2014-2020 werde sich der Gesamtbetrag auf 120 Millionen Euro belaufen.


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