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Luxemburger Armee: Rekrutierung: Eine schwierige Mission
Politik 20.06.2016

Luxemburger Armee: Rekrutierung: Eine schwierige Mission

In Reih und Glied: Luxemburger Soldaten auf Herrenberg.

Luxemburger Armee: Rekrutierung: Eine schwierige Mission

In Reih und Glied: Luxemburger Soldaten auf Herrenberg.
Foto: Nico Muller
Politik 20.06.2016

Luxemburger Armee: Rekrutierung: Eine schwierige Mission

Mehr als die Hälfte der Kandidaten fallen durch die Aufnahmeprüfungen für den freiwilligen Militärdienst. Ein spezieller Vorbereitungskurs soll die Suche nach geeignetem Armeenachwuchs erleichtern.

(seb) - Personalmangel herrscht in den Reihen der Luxemburger Armee derzeit keiner. Bei der Gewinnung neuer Rekruten für den freiwilligen Militärdienst gibt es jedoch Probleme.

Sorgen bereitet den Verantwortlichen insbesondere die niedrige Erfolgsquote bei den Aufnahmeprüfungen, um für die viermonatige Grundausbildung zugelassen zu werden. Nur 60 Prozent der Bewerber schafften die schriftlichen Examen, erklärte Francine Closener, Staatssekretärin im Verteidigungsministerium. Mehr als ein Drittel der übrig gebliebenen Kandidaten scheitert wiederum bei den anschließenden Medizin- und Fitnesstests.

"Cours préparatoire à l'Armée luxembourgeoise"

Um diesem Missstand entgegenzuwirken, bietet die Armee in Zusammenarbeit mit dem Lycée Technique d'Ettelbruck ab kommendem Herbst einen speziellen Vorbereitungskurs an. Gerichtet ist der „cours préparatoire à l'Armée luxembourgeoise“ (COPRAL) an 17- bis 24-jährige Interessenten, die sich auf besagte Aufnahmeprüfungen gezielt vorbereiten wollen.

Das zunächst als Pilotprojekt durchgeführte Programm beinhaltet Sprach- und Mathekurse sowie Sporttraining an vier Tagen pro Woche am Ettelbrücker Lycée Technique. Einen weiteren Tag verbringen die Schüler jede Woche im Centre Militaire in Diekirch, wo sie grundlegende Kenntnisse im militärischen Bereich erwerben. Vorgesehen ist, dass der Kurs sich über zwei Trimester erstreckt. Dabei wird es in einer ersten Phase zwei Klassen à 20 Schüler geben.

Bestehen ist keine Aufnahmegarantie

Allerdings, so gab Closener zu bedenken, dürfe ein Bestehen des COPRAL keineswegs als Garantie für eine Aufnahme in die militärische Grundausbildung verstanden werden. Umgekehrt handele es sich auch nicht um ein Pflichtprogramm, das jeder angehende Soldat durchlaufen müsse. Vielmehr ging es darum, ein Zusatzangebot zu entwickeln, um die Suche nach geeigneten Rekruten effizienter zu gestalten, so die Staatssekretärin.

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