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Luxemburg und die Pressefreiheit
Politik 24.04.2015 Aus unserem online-Archiv
Reaktionen auf Journalistenanklage

Luxemburg und die Pressefreiheit

Die Luxleaks-Affäre und ihre Folgen.
Reaktionen auf Journalistenanklage

Luxemburg und die Pressefreiheit

Die Luxleaks-Affäre und ihre Folgen.
ICIJ
Politik 24.04.2015 Aus unserem online-Archiv
Reaktionen auf Journalistenanklage

Luxemburg und die Pressefreiheit

Viele internationale Journalisten haben auf Twitter Dampf abgelassen und die Entscheidung der luxemburgischen Staatsanwaltschaft kritisiert.

(jag) - Die Anklage des französischen Journalisten Edouard Perrin durch die luxemburgische Justiz sorgt für zum Teil heftige Reaktionen in der Medienwelt. Der Journalist soll in der France-2-Sendung "Cash Investigation" als erster interne Dokumente des Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers veröffentlicht haben. Die Sendung war 2012 ausgestrahlt worden, die Dokumente wurden dem Journalisten von einem früheren PwC-Mitarbeiter zugespielt, der ebenfalls angeklagt ist.

Laut der Luxemburger Justiz habe sich der Journalist als Co-Autor zum Komplizen und damit mitschuldig gemacht.

Eine Anschuldigung, die im Netz auf zum Teil heftige Kritik stößt. Auf Twitter meldeten sich mehrere  renommierte Journalisten zu Wort, darunter Bastian Obermayer von der Süddeutschen Zeitung: Er hält die Anklage für unfassbar. Der Journalist habe nur seine Arbeit gemacht.

Thomas Mayer, leitender Redakteur Europa beim österreichischen "Standard" meint, das sei "sehr unschön, Herr Juncker".

"Kaum zu glauben", schreibt "NDR Recherche", ICIJ sieht die Pressefreiheit in Luxemburg in Gefahr.








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