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Luxemburg im amerikanischen TV: Maggy Nagel "not amused" über Komiker-Video
Politik 1 2 Min. 24.11.2015

Luxemburg im amerikanischen TV: Maggy Nagel "not amused" über Komiker-Video

Politik 1 2 Min. 24.11.2015

Luxemburg im amerikanischen TV: Maggy Nagel "not amused" über Komiker-Video

Komiker John Oliver machte sich in seiner US-Sendung "Last Week Tonight" über Luxemburg lustig. Kulturministerin Maggy Nagel kann darüber nicht lachen. Der Regierungschef schickt eine Einladung.

(ks) - "Das Leben muss weitergehen. Was wäre unser Land ohne seine Café-Terrassen, ohne seine Konzerte, ohne seine sportlichen Wettkämpfe, ohne seine Museen?", stellte Frankreichs Präsident François Hollande nach den Attentaten von Paris in einer Rede in den Raum. Die Antwort des Komikers John Oliver in seiner US-Sendung "Last Week Tonight": "Ich kann Ihnen sagen, was Frankreich wäre ohne seine kulturellen Institutionen: Luxemburg! Und das will niemand." Doch damit nicht genug. Wenn man bei Google "Interesting Luxembourg facts" eingebe, erhalte man als Antwort ein "No".

Ob Kulturministerin Maggy Nagel über diesen Scherz lachen kann? Wohl kaum. Diego Velazquez, Brüssel-Korrespondent des "Luxemburger Wort", sprach die Politikerin am Dienstag auf einer Pressekonferenz in der belgischen Hauptstadt auf das Video an.

Sie sei "not amused", erwiderte sie. In ihrer Antwort, in der sie sich etwas verhaspelt und in der auch der Begriff "Nation Branding" fällt, zeigt sie Handlungsbereitschaft: "Ich habe dies ans Staatsministerium weitergegeben. Am Freitag treffen wir uns im Regierungsrat und ich möchte das, was er gesagt hat, unter dem Tagespunkt "Diverses" ansprechen." Schließlich habe der Komiker nicht nur über das kulturelle Angebot in Luxemburg gespottet, seine Kritik reiche darüber hinaus. Gemeinsam mit ihren Ministerkollegen wolle sie über eine Reaktion beraten. Bleibt also abzuwarten, mit welchen Mitteln diese Riege den Komiker von den Vorzügen des Großherzogtums überzeugen will.

Bettel schickt eine Einladung

Wie Premierminister Xavier Bettel die Angelegenheit sieht, ließ er bereits vorab auf Twitter durchblicken. In einem ersten Tweet an den britischen Komiker pries er am Dienstag nicht nur die Sprachkenntnisse der luxemburgischen Bevölkerung und die hohen Ausgaben in der Entwicklungshilfe. Er verwies auch auf die Vielzahl an Schlössern, zudem sei Luxemburg noch nie von Großbritannien erobert worden.

In einem zweiten Tweet ließ er es sich nicht nehmen, John Oliver nach Luxemburg einzuladen.

Es ist keine überraschende Geste: Als ein Kandidat der deutschen Ausgabe von "Wer wird Millionär" im Mai 2014 den Namen des Regierungschefs nicht wusste, lud Xavier Bettel den Kölner kurzerhand ins Großherzogtum ein. Eine Einladung, die Patrick Klein damals gerne annahm. Ob nun auch John Oliver seinen Fuß auf luxemburgisches Territorium setzt, um Mudam, Rockhal und den großherzoglichen Palast zu entdecken?


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