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Luxemburg gilt nicht länger als Risikogebiet
Politik 4 Min. 19.08.2020 Aus unserem online-Archiv

Luxemburg gilt nicht länger als Risikogebiet

Im Zeitraum zwischen dem 10. und dem 16. August haben sich 249 Personen mit dem Corona-Virus infiziert.

Luxemburg gilt nicht länger als Risikogebiet

Im Zeitraum zwischen dem 10. und dem 16. August haben sich 249 Personen mit dem Corona-Virus infiziert.
Foto: Anouk Antony
Politik 4 Min. 19.08.2020 Aus unserem online-Archiv

Luxemburg gilt nicht länger als Risikogebiet

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Deutschland stuft Luxemburg nicht mehr als Corona-Risiko-Gebiet ein. Die Zahl der Neuinfektionen im Großherzogtum ist nämlich weiter rückläufig.

Die deutsche Regierung hat Luxemburg am Mittwoch von der Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen. Das teilte das luxemburgische Außenministerium in einer Pressemitteilung mit. Damit ist die Regelung zu obligatorischen Tests für Einreisende aus Luxemburg grundsätzlich außer Kraft gesetzt. In Deutschland entfällt die Quarantäne- und Testpflicht allerdings nur für Einreisende, die sich in den vergangenen 14 Tagen nicht in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

Das Robert-Koch-Institut hatte Luxemburg wegen der hohen Zahl an Neuinfektionen am 14. Juli zum Risikogebiet erklärt.


Luxembourg's Foreign Minister Jean Asselborn (R) and Germany's Foreign Minister Heiko Maas attend an EU foreign affairs council in Luxembourg on April 16, 2018.   / AFP PHOTO / Emmanuel DUNAND
Asselborn fordert Ende der Einstufung als Risikogebiet
Angesichts der rückläufigen Infektionszahlen hat der Aussenminister in Berlin um ein Ende der Test- und Quarantänevorschriften gebeten.

Außenminister Jean Asselborn (LSAP) zeigte sich erleichtert über die Entscheidung aus Berlin: „Es kann nicht sein, dass ein Land, welches konsequent die Empfehlungen der ECDC (European Centre for Disease Prevention and Control) umsetzt, so wie Luxemburg das getan hat, sich am Ende mit einschränkenden Maßnahmen konfrontiert sieht“, heißt es in dem Kommuniqué. Die von Berlin verlangten Tests hätten einen „tiefen Einschnitt in das Zusammenleben der Menschen“ dargestellt. Asselborn hofft daher in Zukunft auf eine „engere bilaterale Abstimmung, ... damit sich dies nicht wiederholt“.

Positive Entwicklung

Die Entscheidung aus Berlin ist auf die positive Entwicklung bei den Neuinfektionen in Luxemburg zurückzuführen. Zwei Wochen in Folge lag die Zahl unter der Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern, ab der das Robert-Koch-Institut eine Region als Risikogebiet einstuft.

Die positiv getesteten Reiserückkehrer machen mittlerweile ungefähr ein Viertel aller Neuinfektionen aus.  

In der Woche vom 10. bis zum 16. August registrierte die Santé 32,58 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, im Zeitraum zwischen dem 3. und dem 9. August lag die Zahl bei 47,44. Das geht aus dem Wochenbericht der Santé hervor.


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Insgesamt vermeldet die Gesundheitsbehörde zwischen dem 10. und dem 16. August 249 neue Corona-Fälle. Im Vergleich zur Vorwoche bedeutet das einen Rückgang von 30 Prozent, zwischen dem 3. und dem 9. August waren noch 354 neue Corona-Fälle registriert worden. Von den 249 Fällen stehen immerhin 63 in Verbindung mit einer Auslandsreise. Die positiv getesteten Reiserückkehrer machen mittlerweile ungefähr ein Viertel aller Neuinfektionen aus. 

Geografisch betrachtet, entfallen die meisten Neuinfektionen weiterhin auf den Kanton Esch: Zwischen dem 27. Juli und dem 9. August steckten sich dort 519 Personen mit dem Corona-Virus an. 

Deutlich weniger Tests

Nicht nur die Zahl der Neuinfektionen geht deutlich zurück, auch die Zahl der Tests ist stark rückläufig. Zwischen dem 10. und dem 16. August wurden lediglich 37.738 Proben genommen, in der Woche davor waren es noch 50.219. Vor allem die Zahl der Tests im Rahmen des Large Scale Testing (LST) ist stark rückläufig, nach 30.155 in der Vorwoche, wurden im Zeitraum zwischen dem 10. und dem 16. August nur noch 19.523 Tests durchgeführt. 

118 Neuinfektionen wurden entdeckt, weil die Betroffenen Symptome entwickelt hatten und sich deshalb testen ließen, 15 Infektionen kamen im Rahmen des LST ans Licht und 18 Mal fiel ein Test positiv aus, nachdem sich Reiserückkehrer direkt am Flughafen hatten testen lassen. In 98 Fällen wurden Infektionen über den Weg des Contact Tracings entdeckt. 

606 aktive Infektionen

Nach Angaben der Santé gab es am 16. August 606 aktive Infektionen, 6.739 Infizierte gelten als geheilt. Am 9. August lag die Zahl der aktiven Infektionen noch bei 930, als geheilt galten damals 6.168 Infizierte.


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Im Beobachtungszeitraum waren 763 Personen isoliert, weitere 1.073 befanden sich in Quarantäne, weil sie mit einem Infizierten in Kontakt waren. Auch diese Zahlen sind rückläufig. Zwischen dem 3. und dem 9. August waren 1.104 Personen isoliert, und 1.336 mussten in Quarantäne. 

 In der vergangenen Woche haben zwei Personen den Kampf gegen die Covid-Infektion verloren, davor waren es vier. Eine positive Tendenz vermeldet die Santé auch bei den stationären Behandlungen, 37 Personen mussten in der Woche vom 10. bis zum 16. August im Krankenhaus behandelt werden, drei davon lagen auf einer Intensivstation. Das Durchschnittsalter der im Krankenhaus behandelten Patienten lag unverändert bei 57 Jahren. Im Durchschnitt sind die Personen, die sich zwischen dem 10. und dem 16. August infiziert haben, 35 Jahre alt. Die Reproduktionszahl lag vergangene Woche bei 0,78, dies nach 0,73 in der Vorwoche. 

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