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Luxemburg errichtet Zelthallen für Geflüchtete aus der Ukraine
Politik 10.04.2022 Aus unserem online-Archiv
Kirchberg

Luxemburg errichtet Zelthallen für Geflüchtete aus der Ukraine

Flüchtlinge am Freitag an der ukrainisch-polnischen Grenze bei Medyka. Der Zustrom von Menschen, die vor Russlands Angriff auf die Ukraine fliehen, hat sich zuletzt verlangsamt. Die Menschen, die jetzt fliehen, haben jedoch oft Wochen unter schrecklichen Bedingungen verbracht, so die Vereinten Nationen.
Kirchberg

Luxemburg errichtet Zelthallen für Geflüchtete aus der Ukraine

Flüchtlinge am Freitag an der ukrainisch-polnischen Grenze bei Medyka. Der Zustrom von Menschen, die vor Russlands Angriff auf die Ukraine fliehen, hat sich zuletzt verlangsamt. Die Menschen, die jetzt fliehen, haben jedoch oft Wochen unter schrecklichen Bedingungen verbracht, so die Vereinten Nationen.
Foto: AFP
Politik 10.04.2022 Aus unserem online-Archiv
Kirchberg

Luxemburg errichtet Zelthallen für Geflüchtete aus der Ukraine

In Kirchberg wurde am Wochenende eine zusätzliche Aufnahmestruktur für 400 bis 500 Schutzsuchende geschaffen.

(jt) - Etwa 4.000 Menschen sind seit Beginn der russischen Invasion aus der Ukraine nach Luxemburg geflüchtet. Die Unterbringung der Asylsuchenden gestaltet sich mitunter schwierig, es fehlt an geeigneten Unterkünften. Um die Aufnahme weiterhin zu gewährleisten, wurden in Kirchberg unweit der Coque nun Zelthallen für Geflüchtete errichtet.

Außenminister Jean Asselborn (LSAP) erklärte am Sonntag auf Facebook, dass in den neuen Zelthallen auf dem Parkplatz Tony Rollman 400 bis 500 Betten Platz haben. Er bedankte sich bei den freiwilligen Helfern des CGDIS sowie den beteiligten Firmen und Behörden für deren Einsatz.

Die Errichtung der kleinen Zeltstadt in Kirchberg war notwendig geworden, da die Erstaufnahmestruktur in der Halle 7 der Luxexpo bis zum Montag geräumt werden muss. Dort waren bislang 300 Flüchtlinge untergebracht. Ein Umzug der Struktur nach Contern musste aus technischen Gründen verworfen werden. Laut Stand vom Montag sind mehr als 80 Prozent der 2.177 Betten in den 17 Auffangstrukturen des Nationalen Aufnahmeamts (ONA), darunter die SHUK (Structure d'hébergement d'urgence Kirchberg), belegt.

In vielen Gemeinden laufen derzeit Bemühungen, leerstehende Gebäude in Asylunterkünfte umzuwandeln. In Differdingen und Echternach wurden Hotels zu Flüchtlingsunterkünften umfunktioniert. In Schifflingen sollen Geflüchtete in Tiny Houses unterkommen. Auch die Stadt Luxemburg hat zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten für Menschen aus der Ukraine geschaffen.

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