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Luxemburg belegt den achten Rang
Politik 28.10.2015 Aus unserem online-Archiv
Studie zur sozialen Gerechtigkeit in der EU

Luxemburg belegt den achten Rang

Vor allem junge Menschen sind Verlierer der EU-Wirtschaftskrise.
Studie zur sozialen Gerechtigkeit in der EU

Luxemburg belegt den achten Rang

Vor allem junge Menschen sind Verlierer der EU-Wirtschaftskrise.
Foto: Guy Jallay
Politik 28.10.2015 Aus unserem online-Archiv
Studie zur sozialen Gerechtigkeit in der EU

Luxemburg belegt den achten Rang

Junge Menschen sind die größten Verlierer der EU-Wirtschaftskrise - so eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Auch hierzulande ist die Lage nicht zufriedenstellend.

(ml) - In den meisten EU-Staaten hat sich das Maß sozialer Gerechtigkeit im Verhältnis zum Vorjahr nicht verschlechtert. Das ist die gute Nachricht des "Social Justice Index", den die Bertelsmann-Stiftung veröffentlicht hat. Anhand von 35 Kriterien haben Forscher untersucht, wie sich soziale Gerechtigkeit in den 28 EU-Staaten entwickelt.

Luxemburg belegt mit einem Index-Wert von 6,44 Rang acht, einen Platz hinter Deutschland. Der EU-Schnitt liegt bei 5,63. Die skandinavischen Staaten führen die Liste an. Schweden ist Spitzenreiter, danach folgen Dänemark und Finnland. Belgien und Frankreich sind auf den Plätzen elf und zwölf vorzufinden. Zahlreiche südeuropäische Länder schneiden in der Studie schlecht ab. Italien, Bulgarien, Rumänien und Griechenland gehören zu den Schlusslichtern.

"Top performer" bei der Gesundheit

Im Gesundheitsbereich glänzt Luxemburg sogar als "top performer" auf Rang eins. Einem Großteil der Bevölkerung werde eine qualitative hochwertige Gesundheitsversorgung gewährleistet, heißt es in der länderspezifischen Zusammenfassung. Auch im Bereich der sozialen Kohäsion und der Nicht-Diskriminierung kann das Großherzogtum mit dem respektablen fünften Rang punkten.

Bedenklicher sieht die Lage in puncto Generationengerechtigkeit aus. Insgesamt sind in der EU rund 26 Millionen Kinder und Jugendliche von Armut bedroht. Das entspricht 27,9 Prozent der Altersgruppe. Luxemburg liegt mit einer Quote von 26 Prozent nur knapp unter dem EU-Durchschnitt. In Ungarn liegt das Armutsrisiko für Kinder und Jugendliche bei 41 Prozent.

Auffallend ist das schlechte Ergebnis Großbritanniens, wo mehr als 32 Prozent der Minderjährigen von Armut bedroht sind. Aart De Geus, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann-Stiftung, warnt vor einer verlorenen Generation, die Europa sich weder sozial noch ökonomisch leisten könne. Die EU-Mitgliedstaaten müssten besondere Anstrengungen unternehmen, um die Chancen junger Menschen nachhaltig zu verbessern. Des Weiteren belegt die Studie, dass die soziale Kluft zwischen Nord und Süd dramatisch zunimmt.

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