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Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST): Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringen
Das Forschungsinstitut List befindet sich in der Maison de l'Innovation in Belval.

Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST): Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringen

Foto: Chris Karaba
Das Forschungsinstitut List befindet sich in der Maison de l'Innovation in Belval.
Politik 2 Min. 22.09.2015

Luxembourg Institute of Science and Technology (LIST): Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringen

Mit Belval beginnt für den Forschungsstandort Luxemburg eine völlig neue Ära. Dort befindet sich u. a. auch das Forschungszentrum List. Am Dienstag stellte der CEO der Forschungseinrichtung, Gabriel Crean, die Ziele des Instituts vor.

(mig) - Das Forschungszentrum List (Luxembourg Institute of Science and Technology) befindet sich in der Maison de l'Innovation in Belval, in unmittelbarer Nähe zu wichtigen Partnern wie der Universität, dem Liser (früher Ceps/Instead), dem Fonds national de la recherche, Luxinnovation und Technoport. Die geografische Zusammenlegung schafft neue Synergien, die man nutzen möchte, um Luxemburg zu einem weltweit führenden Standort für Bildung und Wissenschaft, Forschung und Innovation zu machen.

Durch die Fusion der beiden öffentlichen Forschungseinrichtungen Henri Tudor und Gabriel Lippmann zu einem neuen Institut und den Umzug nach Belval, "ist es gelungen, die Forschungsaktivitäten seit der Fusion auf zwei Standorte zu reduzieren", sagte am Dienstag List-Verwaltungsratspräsident Georges Bourscheid bei einer Pressekonferenz in der Maison de l'Innovation, "und zwar Beles und Belval". 

Damit ist die Ära der ehemaligen CRPs Henri Tudor und Gabriel Lippmann endgültig vorbei. Das neu geschaffene List ist ein RTO (Research and Technology Organisation). CEO Gabriel Crean stellt das Institut auf eine Stufe mit ausländischen Forschungsgesellschaften wie dem Fraunhofer-Institut in Deutschland oder dem Schweizer Forschungs- und Entwicklungszentrum CSEM.

Wissen in Produkte umsetzen

Crean verfolgt ein großes Ziel: technologisches Wissen schnell in innovative Produkte und Dienstleistungen umsetzen und so für wirtschaftliches Wachstum sorgen. In diesem Sinne sei das List "eine Brücke zwischen der Wissenschaft und den Unternehmen". Schwerpunkte der Forschungsarbeit bilden die angewandte Materialforschung, Umwelt- und Informationstechnologien.

Das List beschäftigt heute 650 Mitarbeiter aus 42 Nationen und 23 EU-Staaten. Das Institut arbeitet Crean zufolge mit Universitäten, Betrieben, Forschungszentren und anderen öffentlichen Organisationen in 126 Projekten in ganz Europa zusammen.

Der Staat finanziert die Forschungsarbeit des Instituts mit 39 Millionen Euro jährlich bis 2017. Als Gegenleistung muss das Institut jedes Jahr eine festgelegte Zahl an Patenten und Publikationen herausgeben. Außerdem müssen jedes Jahr mindestens zwei Start-up-Unternehmen gegründet werden.

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