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Luxembourg Center for School Development: Meisch will Schulentwicklung professionalisieren
Das Zentrum für Schulentwicklung (LuCS) wird in der geisteswissenschaftlichen Fakultät in Belval angesiedelt und wird seinen Betrieb im September aufnehmen.

Luxembourg Center for School Development: Meisch will Schulentwicklung professionalisieren

Foto: Christophe Olinger
Das Zentrum für Schulentwicklung (LuCS) wird in der geisteswissenschaftlichen Fakultät in Belval angesiedelt und wird seinen Betrieb im September aufnehmen.
Politik 02.06.2016

Luxembourg Center for School Development: Meisch will Schulentwicklung professionalisieren

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Das Bildungsministerium will die wissenschaftliche Expertise der Universität nutzen, um die Schulentwicklung voranzutreiben. Koordiniert wird diese Zusammenarbeit im Zentrum für Schulentwicklung, das in Belval angesiedelt sein wird.

(mig) - Der Bildungsminister will die wissenschaftliche Expertise der Universität Luxemburg nutzen, um die Schulentwicklung in Luxemburg vorantreiben. Kernpunkt der Konvention, die am Donnerstag zwischen Bildungsminister Claude Meisch, dem Leiter der geisteswissenschaftlichen Fakultät, Georg Mein, sowie dem Bildungsforscher Romain Martin unterzeichnet wurde, ist die Schaffung eines Zentrums für Schulentwicklung (Luxembourg Center for School Development, LuCS), das im September seinen Betrieb aufnehmen wird.

Ziel des Zentrums ist eine systematische Zusammenarbeit zwischen dem Script, dem Institut de formation de l'éducation nationale (Ifen) und der Universität in den Bereichen Lehrplanentwicklung, Entwicklung der Lehrmaterialien, Aus- und Weiterbildung der Lehrer, Bildungsmonitoring sowie Aufbau von digitalen Kompetenzen. Geplant ist auch die Schaffung eines Lehrmittelverlags.

Mit der Schaffung dieses Zentrums, das mit einer sechsköpfigen Stammbelegschaft funktioniert, will der Minister die Schulentwicklung professionalisieren. Diese Professionalisierung drängt sich seiner Ansicht nach aus drei Gründen auf: "Luxemburg befindet sich aufgrund der Vielsprachigkeit und wachsenden Schülerheterogenität in einer speziellen Situation und muss seine Schulprogramme und Lehrmaterialien selbst entwickeln, statt sie aus dem Ausland zu übernehmen und zu kopieren", so der Minister. Die Entwicklung von den Luxemburger Bedürfnissen angepassten Programmen und Lernmaterialien habe zudem einen direkten Einfluss auf den Unterricht und die Unterrichtsqualität. Außerdem müsse man bei der Entwicklung von Schulprogrammen und von didaktischem Material der digitalen Revolution Rechnung tragen.  

Im Rahmen dieser umfassenden Zusammenarbeit sind zudem sieben neue Professuren geplant, um die Expertise in der schulbezogenen Forschung zu erweitern. 




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