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Luc Frieden als "neoliberaler Vordenker": LSAP attackiert CSV - CSV spielt den Ball zurück
Politik 01.07.2016 Aus unserem online-Archiv

Luc Frieden als "neoliberaler Vordenker": LSAP attackiert CSV - CSV spielt den Ball zurück

LSAP-Parteichef Claude Haagen sucht die offene Konfrontation mit Luc Frieden und der CSV.

Luc Frieden als "neoliberaler Vordenker": LSAP attackiert CSV - CSV spielt den Ball zurück

LSAP-Parteichef Claude Haagen sucht die offene Konfrontation mit Luc Frieden und der CSV.
Foto: Gerry Huberty
Politik 01.07.2016 Aus unserem online-Archiv

Luc Frieden als "neoliberaler Vordenker": LSAP attackiert CSV - CSV spielt den Ball zurück

Christoph BUMB
Christoph BUMB
In einem offenen Brief an CSV-Präsident Marc Spautz kritisiert LSAP-Chef Claude Haagen Ex-Finanzminister Luc Frieden als Vertreter einer unsozialen Reformpolitik und verlangt von der CSV eine Distanzierung.

(CBu) - Es ist ein eher ungewöhnlicher Vorgang: LSAP-Parteipräsident Claude Haagen fordert seinen CSV-Amtskollegen Marc Spautz öffentlich auf, sich von Äußerungen des Ex-Finanzministers und CSV-Mitglieds Luc Frieden zu distanzieren. In einem offenen Brief nimmt Haagen dabei ausdrücklich Bezug auf die Diskussionen um den kommenden Spitzenkandidaten der Christsozialen.

Unter dem Titel "Werte CSV, es fröstelt mich!" attackiert Haagen darin Luc Frieden als Vertreter einer unsozialen Reformpolitik, weshalb er sich eine Klarstellung seitens des CSV-Parteipräsidenten wünscht. Frieden wird von Haagen unter anderem als "neoliberaler Vordenker" seiner Partei bezeichnet:

"Ob die CSV im Hinblick auf die Parlamentswahlen 2018 sich auf dieses gefährliche Spiel einlässt, ihrem neo-liberalen Vordenker Frieden folgt und der Sozialpolitik den Rücken kehrt, bleibt abzuwarten."

Den ganzen Text lesen Sie hier:


Auch wenn die frühe Entscheidung über einen CSV-Spitzenkandidaten - über zwei Jahre vor den nächsten Parlamentswahlen - von den Koalitionsparteien bisher immer kritisiert wurde, scheint jetzt zumindest die LSAP ihrerseits schon in den Wahlkampfmodus zu schalten.

CSV-Parteichef Marc Spautz antwortet prompt

Mittlerweile hat die CSV in Person ihres Vorsitzenden auf den Brief geantwortet. Unter dem Titel "A bon entendeur, salut!" spielt Marc Spautz den Ball des Vorwurfs einer unsozialen Reformpolitik an die LSAP zurück.

Es sei "sehr überraschend festzustellen, dass sich der LSAP-Parteipräsident Sorgen um die inhaltliche Positionierung der CSV macht", so Spautz. "Er sei beruhigt: Die CSV ist und bleibt ihrer sozial-politischen Linie und ihren sozialen politischen Überzeugungen treu, unabhängig davon, wen der CSV-Nationalrat am kommenden Montag als nationalen Spitzenkandidaten vorschlägt."

Es sei ferner "traurig, mitanzusehen wie die LSAP, die während Jahrzehnten gemeinsam mit der CSV ein sicheres und vorbildliches Sozialnetz aufgebaut hat in der aktuellen Koalition widerspruchslos jede Kröte schluckt". "Die LSAP war einmal eine Partei mit einem feinen sozialen Gespür, heute ist sie Wahlverein für kalt berechnende Politopportunisten", so der CSV-Parteipräsident.

Die ganze Antwort auf das vor-wahlkämpferische Politgeplänkel lesen Sie hier:


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