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Lösung für Echternacher Basilika gefunden
Politik 29.05.2017 Aus unserem online-Archiv
Kirchenfabriken

Lösung für Echternacher Basilika gefunden

Die Basilika-Konvention ist seit Montagabend in trockenen Tüchern.
Kirchenfabriken

Lösung für Echternacher Basilika gefunden

Die Basilika-Konvention ist seit Montagabend in trockenen Tüchern.
Foto: Guy Jallay
Politik 29.05.2017 Aus unserem online-Archiv
Kirchenfabriken

Lösung für Echternacher Basilika gefunden

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Nach dem Streit zwischen Erzbischof Hollerich und der Kirchenfabrik der Echternacher Basilika wurde am Montagabend offenbar eine Lösung gefunden. Damit wäre dann die entsprechende Konvention noch vor der Springprozession am Pfingstdienstag unterzeichnet. Mit fünf Monaten Verspätung.

(DS) -Im Streit um die Finanzierung der Unterhaltskosten der Echternacher Basilika ist offenbar eine Lösung gefunden worden. Wie rtl.lu am Montagabend berichtete, haben das Erzbistum und der Echternacher Bürgermeister zusammen mit der Kirchenfabrik die Konvention unterzeichnet. Zuvor hatte Generalvikar Leo Wagner noch auf Nachfrage gegenüber dem „Luxemburger Wort“ erklärt: „Ich hoffe, dass es zu einer einvernehmlichen Lösung kommt.“

Eigentlich hätte das Dokument bereits am 22. Dezember unterzeichnet werden sollen, doch Erzbischof Jean-Claude Hollerich hatte sich damals geweigert, die entsprechende Konvention zu unterschreiben, weil der Syfel Klage gegen ihn so wie auch gegen die Regierung und den Staat eingereicht hatte. Die gerichtliche Vorladung war ihm nur wenige Stunden vor der geplanten Unterzeichnung zugestellt worden.

Mehr als 100 Kirchenfabriken hatten sich der vom Dachverband initiierten Klage angeschlossen, darunter auch die Kirchenfabrik der Basilika. Zu der Klage war es gekommen, weil die Kirchenfabriken das Abkommen, auf das sich die Regierung und das Erzbistum im Januar 2015 im Rahmen der angestrebten Trennung zwischen Kirche und Staat verständigt hatten, als rechtswidrig ablehnten.

Erzbischof Jean-Claude Hollerich hatte sich am 22. Dezember geweigert, die Sonderkonvention für die Basilika zu unterschreiben, weil die Echternacher Kirchenfabrik sich der Klage des Syfel angeschlossen hatte.
Erzbischof Jean-Claude Hollerich hatte sich am 22. Dezember geweigert, die Sonderkonvention für die Basilika zu unterschreiben, weil die Echternacher Kirchenfabrik sich der Klage des Syfel angeschlossen hatte.
Guy Jallay

„Ich kann keine Konvention mit einer Kirchenfabrik unterzeichnen, die zeitgleich gerichtlich gegen mich vorgehen will“, so die Begründung des Erzbischofs. Er werde nichts unterschreiben, wofür er zu einem späteren Zeitpunkt erneut belangt werden könne.

Die Basilika-Konvention sieht vor, dass der Staat die Hälfte der Unterhaltskosten übernimmt. Die Gemeinde Echternach und der neue Kirchenfonds tragen jeweils ein Viertel der Kosten.

Zwar hatten sich die Mitglieder der Kirchenfabrik der Basilika anschließend beim Erzbischof entschuldigt, ohne aber die Klage zurückzuziehen. Ob sie ihre Klage nun zurückziehen werden, bleibt vorerst offen.

Neben der Basilika genießt auch die Kathedrale ein Sonderstatut. In Zukunft werden sich der Staat und die Gemeinde Luxemburg die Kosten für den Unterhalt der Kathedrale teilen. Die entsprechende Konvention war am 22. Dezember von Staats- und Kultusminister Xavier Bettel, der Bürgermeisterin der Hauptstadt, Lydie Polfer und von Erzbischof Jean-Claude Hollerich unterzeichnet worden.


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