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Liser-Jahresbericht 2015: "Ein außergewöhnliches Jahr"
Politik 2 Min. 24.05.2016

Liser-Jahresbericht 2015: "Ein außergewöhnliches Jahr"

Das Forschungsinstitut Liser ist Ende 2015 nach Belval umgezogen.

Liser-Jahresbericht 2015: "Ein außergewöhnliches Jahr"

Das Forschungsinstitut Liser ist Ende 2015 nach Belval umgezogen.
Foto: Chris Karaba
Politik 2 Min. 24.05.2016

Liser-Jahresbericht 2015: "Ein außergewöhnliches Jahr"

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Das Forschungsinstitut Liser (früher Ceps-Instead) hat am Dienstag seinen Jahresbericht 2015 vorgestellt. Dabei hoben die Verantwortlichen die exzellenten Forschungsergebnisse und die gute finanzielle Situation hervor.

(mig) - Beim Forschungsinstitut Liser, das vorher Ceps-Instead hieß und seinen Sitz in Differdingen hatte, hat sich im vergangenen Jahr so einiges getan. Im November zog das Institut in die Maison des Sciences humaines auf dem Uni-Campus Belval ein und arbeitet nun eng mit der Universität zusammen, um neue Synergien zu schaffen. Das Institut verfügt über eine neue Führungsstruktur mit einer veränderten Zusammensetzung des Verwaltungsrats. Konform zum neuen Gesetz, das zum 1. Januar 2015 in Kraft trat, wurde Ende 2015 zudem ein "Conseil de concertation" gewählt, das seit Beginn dieses Jahres operationell ist. Ein Kollektivvertrag regelt die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter.

Aus Sicht der Verantwortlichen hat das Liser die Ziele für 2015 weit übertroffen, sei es im Zusammenhang mit den "Contrats de performance" als auch in Bezug auf die Veröffentlichungen, anhand derer die Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Auch finanziell steht das Liser gut da. Laut Claire Egan, Leiterin der Abteilung "Administration générale", gelang es dem Institut 2015 sogar, einen Gewinn in Höhe von 320.000 Euro zu erzielen. "2015 war ein außergewöhnliches Jahr", sagte Christophe Sohn, Mitglied der "Direction collégiale intérimaire" des Liser, sowohl, was die Anzahl der wissenschaftlichen Veröffentlichungen, als auch den Abschluss nationaler und internationaler Verträge angehe.

Forschungsprojekte im Fokus

Am Dienstag stellten die Forschungsabteilungsleiter ihre wichtigsten Projekte hervor, darunter Untersuchungen, die sich mit Aspekten des Arbeitsmarktes beschäftigen. Im Projekt TWAIN wurde untersucht, welchen Einfluss die neuen Technologien auf die Arbeitsorganisation und auf die Motivation der Beschäftigten haben.

Eine andere Abteilung befasste sich mit der Chancengleichheit in der Gesellschaft und stellte anhand einer Studie fest, dass Armut, Bildung und Wohlstand sehr stark herkunftsabhängig sind. In Luxemburg ist dies noch ausgeprägter als in anderen europäischen Ländern, haben die Forscher festgestellt. In Luxemburg fehlt es an Maßnahmen, die die Aussichten von sozial Schwächeren verbessern. Das betrifft in erster Linie die Bildung.

Eine andere Studie befasste sich mit der Haltung der Luxemburger Bevölkerung gegenüber Zuwanderern und mit den Faktoren, die die Haltung bestimmen. Das Fazit der Forscher: Je mehr Kontakte, desto mehr Toleranz. An der Haltung hat sich auch während der Krise, die 2008 begann, nichts geändert.

Das Liser wird derzeit von einer Übergangsdirektion (direction collégiale intérimaire) geführt. Laut der Präsidentin des Verwaltungsrats, Nicole Kerschen, wird die definitive Direktion in zwei oder drei Monaten feststehen.

Ende 2015 beschäftigte das Liser 128 Mitarbeiter, darunter 66 Forscher.



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