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Lehrergewerkschaft spricht von einem Vertrauensbruch
Politik 25.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Lehrergewerkschaft spricht von einem Vertrauensbruch

Alle Schüler und Lehrer müssen demnächst mit dem Mundschutz zur Schule und dürfen ihn nur im Klassenraum ablegen.

Lehrergewerkschaft spricht von einem Vertrauensbruch

Alle Schüler und Lehrer müssen demnächst mit dem Mundschutz zur Schule und dürfen ihn nur im Klassenraum ablegen.
Foto: Getty Images
Politik 25.04.2020 Aus unserem online-Archiv

Lehrergewerkschaft spricht von einem Vertrauensbruch

FÉDUSE/Enseignement-CGFP fühlt sich vor den Kopf gestoßen. Sie sei in dieser Krise vom Bildungsministerium als Dialogpartner ignoriert worden.

(SC) - "Auch im Bildungsbereich ist es besonders in Krisenzeiten wichtig, dass alle Beteiligen miteinander und nicht gegeneinander arbeiten", so die FÉDUSE/Enseignement-CGFP in einem Schreiben am Samstagmorgen. Bildungsminister Claude Meisch habe die Gewerkschaft bisher - trotz ihrer repräsentativen Kraft - "als Dialogpartner komplett ignoriert."

Nach einer langen "Funkstille", aus dem Ministerium habe die FÉDUSE/Enseignement-CGFP erst am Freitag die Information erreicht, dass das Schuljahr für das Lehrpersonal in der Sekundarschule bis zum 17. Juli verlängert werden soll. Dies sei weder im Vorfeld mit der Gewerkschaft besprochen worden, noch sei man über die üblichen Kanäle darüber informiert worden.


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Dies empfindet die FÉDUSE/Enseignement-CGFP als "großen Vertrauensbruch" seitens des Ministers, das Lehrpersonal sei vor den Kopf gestoßen worden. Ein klärendes Gespräch mit Bildungsminister Claude Meisch sei daher dringend nötig. Die Gewerkschaft FÉDUSE/Enseignement-CGFP sei nicht grundsätzlich gegen einen schrittweisen Anlauf des Schulbetriebs, allerdings gebe es hier noch viele unbeantwortete Fragen. 

Wie sollen Schüler und Lehrpersonal geschützt werden und ist eine physische Präsenz der Abschlussklassen wirklich unumgänglich?  

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