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Lehrer halten Examensfragen zurück
Politik 02.02.2015 Aus unserem online-Archiv
Protest gegen Sparpläne

Lehrer halten Examensfragen zurück

Die Lehrer werden die Examensfragen nicht einreichen, sollte der Minister an seinen "sturen Verhandlungsbedingungen" festhalten.
Protest gegen Sparpläne

Lehrer halten Examensfragen zurück

Die Lehrer werden die Examensfragen nicht einreichen, sollte der Minister an seinen "sturen Verhandlungsbedingungen" festhalten.
Foto: Gerry Huberty
Politik 02.02.2015 Aus unserem online-Archiv
Protest gegen Sparpläne

Lehrer halten Examensfragen zurück

Aus Protest gegen die Sparpläne bei Abschlussklassen haben die Sekundarschullehrer beschlossen, die Examensfragen bis auf Weiteres nicht einzureichen.

(mig) - Aus Protest gegen die Sparpläne von Bildungsminister Claude Meisch bei Abschlussklassen haben die Sekundarschullehrer beschlossen, die Examensfragen bis auf Weiteres nicht einzureichen, sollte der Minister an seinen "sturen Verhandlungsbedingungen" festhalten.

Die Vertreter der Lehrerkomitees fordern im Auftrag der Basis vom Minister eine Umformulierung der Sparmaßnahme 118, die Einschnitte bei der Lehrer-Tâche vorsieht. Des Weiteren fordern sie von den Gewerkschaften, die nun in einem Schlichtungsverfahren mit dem Minister weiter verhandeln, die Basis im Falle einer Einigung über das Ergebnis abstimmen zu lassen.

Die Lehrervertreter sehen nicht ein, warum gerade sie einen zusätzlichen Beitrag zum Sparpaket leisten sollen. Claude Meisch sei der einzige Minister, der „seine Sparanstrengungen auf sein Personal und dann auch noch ausschließlich auf die Lehrer umlegt. Das Bildungswesen besteht nicht nur aus Lehrern“, sagen die Lehrervertreter. Für sie sind Einschnitte bei der Lehrer-Tâche unverhandelbar.

Meischs Vorschlag besteht darin, Lehrer von Abschlussklassen nur noch für tatsächlich geleistete Unterrichtseinheiten zu entlohnen, "ohne den ganzjährigen Arbeitsaufwand zu berücksichtigen, der außerhalb der Schulstunden geleistet wird", so die Lehrervertreter im LW-Gespräch.

Einen ausführlichen Artikel über das Gespräch mit vier Lehrervertretern lesen Sie in der Montagsausgabe des "Luxemburger Wort".


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