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Landwirtschaft geht zurück an Romain Schneider
Politik 27.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Landwirtschaft geht zurück an Romain Schneider

Die Verschwiegenheit hat Gründe: Etliche Fragen stehen bei den Koalitionsverhandlungen noch aus.

Landwirtschaft geht zurück an Romain Schneider

Die Verschwiegenheit hat Gründe: Etliche Fragen stehen bei den Koalitionsverhandlungen noch aus.
Foto: Pierre Matgé
Politik 27.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Landwirtschaft geht zurück an Romain Schneider

Annette WELSCH
Annette WELSCH
Neben Sachfragen dringen aus den verschwiegenen Koalitionsrunden auch langsam Personalien an die Öffentlichkeit.

Wie das "Luxemburger Wort" in Erfahrung bringen konnte, geht das Landwirtschaftsressort nicht an die Grünen, sondern an die Sozialisten: Romain Schneider, der bereits von 2009 bis 2013 Minister für Landwirtschaft, Weinbau und ländliche Entwicklung war, soll es wieder übernehmen. Das dürfte die Bauernschaft freuen, zumal die Landwirtschaft ein eigenständiges Ressort bleiben soll. Schneider soll noch ein weiteres kleineres Ressort dazu bekommen. Hier könnte es sich um den Sport, den er ohnehin schon seit 2009 unter sich hat, oder um die Kooperationspolitik handeln. 


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Schweigende Koalitionäre
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Marc Hansen (DP) soll Minister bleiben

Der Posten des Chamberpräsidenten geht derweil - sehr zum Leidwesen von Mars Di Bartolomeo (LSAP) - an die DP. Der derzeitige Landwirtschaftsminister Fernand Etgen, der im Norden als Erster vor André Bauler und Wohnungsbauminister Marc Hansen aus den Wahlen hervorging, soll den Prestigeposten des ersten Bürgers des Landes bekommen. Hansen soll es dagegen sein, der auch in der nächsten Regierung den DP-Ministerposten für den Norden erhalten soll. Er wird als Nicht-Gewählter in die Regierung einziehen, da die DP zwei Mandate im Norden errang und der Chamberpräsident bekanntlich zu den 60 Abgeordneten zählt.

Bei der LSAP soll Taina Bofferding als nicht direkt Gewählte einen Ministerposten bekommen. Insofern haben die Sozialisten ein Chancengleichheitsproblem: Gewählt wurden nur Männer, laut Wahlprogramm setzt die Partei sich aber als Ziel, ein Gleichgewicht zwischen Frauen und Männern auf Regierungsebene anzustreben. Bislang waren mit Lydia Mutsch und Francine Closener zwei Frauen und fünf Männer in der Regierung - beide wurden nicht wiedergewählt: Gesundheits- und Chancengleichheitsministerin Lydia Mutsch wird wohl als einfache Abgeordnete ins Parlament nachrücken und der Staatssekretärin für Wirtschaft, innere Sicherheit und Verteidigung, Francine Closener, die im Zentrum nur auf Platz vier kam, wird wohl ein Posten in einem Ministerium angeboten.






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