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Künftiger Rektor der Uni Luxemburg: Zwei Fremdsprachen reichen
Der künftige Rektor sollte mindestens zweisprachig sein.

Künftiger Rektor der Uni Luxemburg: Zwei Fremdsprachen reichen

Foto: Guy Jallay
Der künftige Rektor sollte mindestens zweisprachig sein.
Politik 24.07.2017

Künftiger Rektor der Uni Luxemburg: Zwei Fremdsprachen reichen

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Welche Sprachen soll der künftige Rektor der Uni Luxemburg beherrschen? Wird Französisch der Vorzug vor dem Deutschen gegeben? Der ADR-Abgeordnete Roy Reding will Antworten.

(jag) - Die Stellenanzeige der Universität Luxemburg, die einen neuen Rektor sucht, ruft den ADR-Abgeordneten Roy Reding im Rahmen einer parlamentarischen Frage auf den Plan. In der Anzeige werden neben der akademischen Ausbildung auch solide Kenntnisse in der englischen und französischen Sprache verlangt. Laut Reding sei die Uni Luxemburg aber dreisprachig. Deutsch, Französisch und Luxemburgisch seien immer noch die offiziellen Sprachen des Landes und auch der Universität. Weshalb also wird mit dieser Tradition gebrochen und Deutschkenntnisse jetzt ausgeklammert, wo diese doch einen wichtigen Zugang zur deutschen und zur luxemburgischen Kultur darstellten.

Kandidaten, die deutsch sprechen, werden keineswegs ausgeschlossen, so Hochschulminister Marc Hansen in seiner Antwort. Zudem gebe es im Gesetzestext zur Gründung der Uni bloß einen Verweis auf eine "mehrsprachige Ausrichtung". "Beim Einstellen des Universitätspersonals würde darauf geachtet, dass diese mindestens zwei der drei Sprachen Deutsch, Französisch und Englisch beherrschen", so noch Hansen.

So seien die bisherigen drei Rektoren allesamt des Englischen und mindestens einer unserer Amtssprachen mächtig gewesen, sie hätten zudem Kenntnisse in einer weiteren Amtssprache gehabt. Keiner von ihnen habe zu Beginn ihres Arbeitsvertrags Luxemburgisch gesprochen.  

Französisch sei zudem besonders vorteilhaft weil sämtliche offiziellen Universitätsdokumente und Gesetzestexte in französischer Sprache verfasst seien.


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