Kritik an Lehrprogramm
Kritik an Lehrprogramm
(jag) - Die Initiative "Fir de Choix", die sich für die Wahlfreiheit zwischen Religions- und Moralunterricht einsetzt, spart nicht mit Kritik am Rahmenlehrprogramm des zukünftigen Faches "Leben und Gesellschaft". Die Initiative fühlt sich dabei auch von laizistischen Kreisen bestätigt.
Demnach würde das neue Fach keinen Konsens in der Gesellschaft finden. Die vielgepriesene Neutralität in Sachen Weltanschauung könne es nicht geben. Weil eine Dispens nicht möglich ist, seien Eltern und Schüler der zufälligen Einstellung der Lehrkräfte ausgeliefert.
"Fir de Choix*" plädiert deshalb für ein Aufspalten des Fachs so wie es wegen der verschieden Optionen und Leistungsstufen sowieso schon die Regel ist. Zudem wird kritisiert, dass die Religion als kulturelles Phänomen behandelt würde, unter den 166 Themen des Lehrplanes aber nicht auftauchen würde. Die Tatsache, dass als erste Weltreligion der Islam vorgestellt wird, wird dem Zeitgeist zugerechnet.
"Fir de Choix" sieht sich in seiner Argumentation bestätigt, weil immer noch eine große Mehrheit der Schüler für den Religionsunterricht eingeschrieben ist. Eine Petition "fir de Choix" wurde von 26.000 Bürgern unterschrieben.
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