Kox oder Kox
Die Familie Kox war bei den Wahlen gleich mit zwei Kandidaten für die Grünen ins Rennen gegangen. Im Osten landete der Abgeordnete und frühere Bürgermeister von Remich, Henri Kox, mit 5.995 Stimmen hinter Carole Dieschbourg auf der Liste von Déi Gréng auf dem zweiten Platz.
Sein Bruder Martin Kox kam im Süden hinter Felix Braz, Roberto Traversini und Josée Lorsché mit 12.474 Stimmen auf Platz 4 der grünen Liste.
Damit schafften die Brüder den Sprung ins Parlament zwar nicht auf Anhieb. Doch nach der Regierungsbildung tun sich neue Chancen für sie auf. Allerdings gibt es einen Haken. Das Wahlgesetz lässt nämlich nicht zu, dass zwei Verwandte bis zum zweiten Grad zeitgleich dem Parlament angehören (Artikel 131). Wortwörtlich heißt es: "Les membres de la Chambre ne peuvent être parents ou alliés jusqu’au deuxième degré ni être unis par les liens du mariage; dans le cas où ils sont élus ensemble, il est procédé par tirage au sort à la proclamation du candidat élu."
Sollten sowohl Henri als auch Martin Kox nach der Regierungsbildung nachrücken, wird also das Los entscheiden, wer in die Chamber einziehen darf. Denkbar ist aber auch, dass einer der Brüder vorher freiwillig verzichtet.
