Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Kox' Mietenrechner ermittelt zu niedrige Mieten
Politik 22.11.2022
Wertminderung falsch berechnet

Kox' Mietenrechner ermittelt zu niedrige Mieten

Der Wohnungsbauminister hat höhere Koeffizienten definiert, die den Wert der Immobilien und somit die maximalen Mieten im Vergleich zum aktuellen Gesetz wesentlich anheben.
Wertminderung falsch berechnet

Kox' Mietenrechner ermittelt zu niedrige Mieten

Der Wohnungsbauminister hat höhere Koeffizienten definiert, die den Wert der Immobilien und somit die maximalen Mieten im Vergleich zum aktuellen Gesetz wesentlich anheben.
Foto: Chris Karaba
Politik 22.11.2022
Wertminderung falsch berechnet

Kox' Mietenrechner ermittelt zu niedrige Mieten

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Der Mietenrechner des Wohnungsbauministeriums wies einen entscheidenden Fehler auf. Nun wurde das Problem behoben – still und heimlich.

Auf der Internetseite des Wohnungsbauministeriums befindet sich ein Rechner zum Berechnen der Mieten, wie sie im geplanten Mietgesetz vorgesehen sind. Doch der Rechner rechnet falsche Mieten aus. Der Fehler liegt bei der Wertminderung (Décote). 


online.fr, Wirtschaft, Politik, Jahresbericht, Konferenz Henri Kox, fonds spécial du logement Foto: Luxemburger Wort/Anouk Antony
Die wundersame Kehrtwende von Henri Kox
Der grüne Wohnungsbauminister schlägt beim Mietgesetz auf einmal eine völlig neue Richtung ein. Sie hat mit dem Gesetzentwurf vom Juli 2020 nichts mehr zu tun.

Das Ministerium hat den Fehler jetzt behoben – allerdings ist die Information auf der Internetseite derart kurz gefasst und gut versteckt, dass man suchen muss, um sie zu finden. Ein Pressekommuniqué zur breiten Aufklärung wurde nicht verschickt. 

Unter „Projet de réforme de la législation sur le bail à usage d’habitation revue et complétée“ (En savoir plus) wird man fündig. Dort informiert das Ministerium in drei Zeilen, dass ihm ein Fehler beim Berechnen der Décote unterlaufen ist. Berechnungen mit dem Rechner vor dem 21. November 2022 führen zu einer überhöhten Wertminderung für Immobilien, deren Erwerb zwischen zwei und 15 Jahren nach dem Baujahr erfolgte. Eine überhöhte Décote bedeutet im Umkehrschluss, dass der Rechner zu niedrige Mieten berechnet hat, die Mieten also noch höher sind als ursprünglich angezeigt.

Dazu ein Beispiel: Eine Immobilie, die 1950 gebaut und 1963 für 40.000 Euro erworben wurde, ergibt laut dem falschen Rechner eine maximale Miete von 2.218 Euro. Die neue Version des Rechners ergibt eine maximale Miete von 2.603 Euro.


Wirtschaft, Immobilienmarkt, Mieten, Residenz, Sozialalmanach, Wohnung, Wohnungsbau, Wohnungsmarkt, Immobilien, Immobilienmarkt, A louer, A vendre, Immobilier, Zu vermieten, Zu verkaufen, Location, Land zum Bauen, Foto: Chris Karaba/Luxemburger Wort
Deckelung der Mieten auf 3,5 Prozent des investierten Kapitals
Beim geplanten Mietgesetz hat die Regierung einige Anpassungen vorgenommen. Die Miete darf künftig maximal 3,5 Prozent des investierten Kapitals betragen.

Eine Immobilie, die 2000 gebaut und 2014 für 450.000 Euro erworben wurde, ergibt laut dem falschen Rechner eine maximale Miete von 1.929 Euro. Laut dem korrigierten Rechner liegt die maximale Miete bei 2.133 Euro.

Wer sich den alten Rechner heruntergeladen hat, sollte ihn durch den neuen ersetzen. Zu finden ist er auf www.logement.lu unter „Projet de réforme de la législation sur le bail à usage d’habitation revue et complétée“ (Calculatrice capital investi - en cours de réforme).

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Der grüne Wohnungsbauminister schlägt beim Mietgesetz auf einmal eine völlig neue Richtung ein. Sie hat mit dem Gesetzentwurf vom Juli 2020 nichts mehr zu tun.
online.fr, Wirtschaft, Politik, Jahresbericht, Konferenz Henri Kox, fonds spécial du logement Foto: Luxemburger Wort/Anouk Antony