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Kosovo: Großherzog besucht KFOR-Truppe
Politik 15 29.05.2014

Kosovo: Großherzog besucht KFOR-Truppe

Politik 15 29.05.2014

Kosovo: Großherzog besucht KFOR-Truppe

Großherzog Henri hat an diesem Mittwoch das luxemburgische Kfor-Kontingent im nördlichen Kosovo besucht. Begleitet wurde der Oberbefehlshaber der Armee von Verteidigungsminister Etienne Schneider.

(jm) - Seit 15 Jahren sichern Nato-Truppen die Sicherheit der ehemaligen jugoslawischen Provinz Kosovo, seit dem Jahr 2000 stellt die luxemburgische Armee den Kfor-Truppen ein Kontingent zur Verfügung, derzeit sind es 22 Soldaten, die im Camp von Novo Selo im Norden des Landes stationiert sind, wo sie im Auftrag des Kfor-Oberkommandos vor allem Aufklärungsmissionen durchführen.

Der Einsatz der Luxemburger Soldaten wird von den Kfor-Partnern hoch anerkannt: "Luxemburg leistet sowohl qualitativ wie quantitativ einen herausragenden Beitrag", sagt Kfor-Kommandant Salvatore Farina.

Auch wenn die Spannungen zwischen der serbischen Minderheit und der Mehrheit der Kosovo-Albaner abgenommen haben, ist ein baldiger Truppenabzug vom Balkan nicht in Sicht. Zwar könnte die Zahl der dort stationierten Soldaten (derzeit sind es rund 5500 aus 30 verschiedenen Nationen) demnächst halbiert werden. Eine Präsenz halten die Kfor-Befehlshaber aber weiterhin für notwendig, schließlich könnte die Lage auch wieder eskalieren.

"Diplomaten in Uniform"

Auch wenn zum Beispiel Frankreich seine Truppen aus dem Kosovo abzieht, denkt Luxemburg nicht an einen baldigen Rückzug: "Wir wollen unseren Auftrag zu Ende führen", sagte Verteidigungsminister Etienne Schneider am Rande der Visite, die ihn mit Großherzog Henri und einigen Mitgliedern des parlamentarischen Verteidigungsausschusses nach Pristina und Novo Selo führte. Der Minister sprach den Soldaten seine Anerkennung für den geleisteten Dienst aus: "Sie sind wahre Diplomaten in Uniform." Einige der Soldaten erhielten ein Ehrenabzeichen.

Die Soldaten selbst (alle haben sie sich freiwillig zum Auslandsdienst gemeldet) scheinen sich ihrer wichtigen Aufgabe sehr wohl bewusst zu sein: "Ich habe mich freiwillig gemeldet, um einen Beitrag zur Befriedung der Region zu leisten", sagt ein 22-jähriger Soldat, dessen Name aus Sicherheitsgründen vertraulich ist.