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Koordinierte Behandlung
Politik 19.11.2014 Aus unserem online-Archiv
Neuer Spitalplan

Koordinierte Behandlung

Anfang 2015 soll der neue Spitalplan in Kraft treten
Neuer Spitalplan

Koordinierte Behandlung

Anfang 2015 soll der neue Spitalplan in Kraft treten
Foto: Shutterstock
Politik 19.11.2014 Aus unserem online-Archiv
Neuer Spitalplan

Koordinierte Behandlung

Die Zukunft des Spitalwesens hängt von einer guten Koordination zwischen den Krankenhäusern ab. Das trifft besonders auf die Schaffung von rund zehn Kompetenzzentren zu. Der neue Spitalplan setzt den allgemeinen Rahmen, genaue Anweisungen gibt es nicht.

(BB) - „Der Spitalplan ist ein wichtiges Steuerinstrument“, betonte Gesundheitsministerin Lydia Mutsch am Mittwoch im Parlament. Dabei war das wortwörtlich zu verstehen. Denn anders als andere Gesetzestexte gibt der Spitalplan keine genauen Anweisungen. Die Standorte der fachspezifischen Zentren und Abteilungen sind in der großherzoglichen Verordnung nicht nachzulesen.

„Der Plan hat nicht den Anspruch, alles zu regeln. Er definiert die Anzahl an medizinischen Abteilungen, die Ausrichtung und Anzahl an Kompetenzzentren, sowie die Bettenzahl“, sagte Lydia Mutsch. Welche der vier großen Krankenhäusergruppen letztendlich wofür zuständig sein werden, ist Kompromisssache zwischen den verschiedenen Einrichtungen.

Gebündeltes Know-How

Der Spitalplan steckt den allgemeinen Rahmen ab, eine gute Koordination zwischen den Krankenhäusern soll ihn dann mit Leben füllen. Das trifft besonders auf die Schaffung von rund zehn Kompetenzzentren zu. Vorgesehen ist, in Fachbereichen wie die Herzchirurgie, die Krebsbehandlung, oder auch die Betreuung von Diabetespatienten alle Sachkenntnisse, Erfahrungen und Fachspezialisten an einer Stelle zu bündeln. „Das Know-how soll dort zusammengeführt werden, wo man die Patienten bestmöglich behandeln kann“, erklärte die Ministerin.

Mit der Standortfrage ist die Fédération des hôpitaux luxembourgeois beauftragt, sie soll dem Ministerium Vorschläge im Gespräch mit den Krankenhausbetreibern unterbreiten. Das lässt viel Handlungsspielraum, um so mehr weil ein Zentrum nicht zwingend in einem Spital angesiedelt sein muss.

Bislang ist noch nicht bekannt, wie die Kompetenzzentren aufgeteilt werden. Der Spitalplan an sich soll voraussichtlich Anfang 2015 in Kraft treten.


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