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Konstruktive Gespräche mit der FHL
Politik 17.03.2017 Aus unserem online-Archiv
Spitalgesetz

Konstruktive Gespräche mit der FHL

Die Krankenhausföderation ist generell zufrieden mit dem neuen Spitalgesetz.
Spitalgesetz

Konstruktive Gespräche mit der FHL

Die Krankenhausföderation ist generell zufrieden mit dem neuen Spitalgesetz.
Foto: Shutterstock
Politik 17.03.2017 Aus unserem online-Archiv
Spitalgesetz

Konstruktive Gespräche mit der FHL

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
Zwei Stunden lang haben die Krankenhausföderation und Gesundheitsministerin Lydia Mutsch am Freitag über das Spitalgesetz beraten. Beide Seiten sprachen nach der Sitzung von einem sachlichen Meinungsaustausch.

(ml) - Nach ihrem Treffen vergangene Woche mit der Ärztevereinigung AMMD, saß Gesundheitsministerin Lydia  Mutsch am Freitag mit den Vertretern der "Fédération des Hôpitaux Luxembourgeois" (FHL) zusammen, um über das Spitalgesetz zu beraten. Die Unterredung dauerte rund zwei Stunden. Beide Seiten sprachen im Anschluss von konstruktiven Gesprächen, was nicht verwunderlich ist. Die Vertreter der Krankenhausdirektionen sind mit der Ausrichtung des neuen Spitalgesetzes  im Großen und Ganzen zufrieden.

"Wir haben uns über Punkte ausgetauscht, die der FHL besonders am Herzen liegen und die nicht von dem Standpunkt abweichen, den die Krankenhausföderation in den vergangenen Monaten vertreten hat", sagte Gesundheitsministerin Lydia Mutsch nach der Sitzung. Einzelheiten über den Inhalt der Unterredung wollte sie nicht verraten.

"Alles was übertrieben ist, ist unbedeutend"

Im Fokus des Meinungsaustausches standen unter anderem die "Gouverance" und die Neudefinierung der Spitalmedizin, unterstrich der FHL-Vorsitzende Paul Junck. Zu dem konkreten Inhalt der Verhandlungen wollte auch er nicht Stellung beziehen. Ziel müsse es sein, im Krankenhauswesen die bestmöglichen Qualitätsergebnisse zu erzielen.

Vergangene Woche hatten die Krankenhausvertreter anlässlich einer Pressekonferenz betont, dass die Aufregung der Ärzte wegen dem Spitalplan nicht nachvollziehbar sei. Die therapeutische Freiheit dürfe nicht mit organisatorischer Freiheit verwechselt werden, sagte damals FHL-Präsident Paul Junck.

Mutsch informiert die Abgeordneten

Die Ärztevereinigung zeigte sich daraufhin entrüstet. Die Beschuldigungen gegen einen gesamte Berufsstand würden Folgen nach sich ziehen, meinte AMMD-Präsident Alain Schmit. Die FHL versuche die Ärzte in die Ecke zu treiben. Paul Junck kommentierte den Vorwurf der AMMD am Freitag lediglich mit diesen Worten: "Alles was übertrieben ist, ist unbedeutend".  Die FHL sei stets darum bemüht, sachlich zu bleiben.

Am 21. März wird Ministerin Mutsch die Mitglieder des zuständigen Parlamentsausschusses über den konkreten Inhalt ihrer jüngsten Gespräche mit der AMMD und der FHL informieren. Falls es noch Unklarheiten gebe, sei sie gerne bereit, den Abgeordneten zusätzliche Informationen nachzureichen. Ob noch vor den Sommerferien ein Konsens in der Gesundheitskommission erreicht werden kann, bleibt fraglich.

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