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Klimaplan: Positive Gespräche zwischen Landwirten und Regierung
Politik 2 Min. 09.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Klimaplan: Positive Gespräche zwischen Landwirten und Regierung

Auf Einladung von Premier Bettel kam es im Schloss von Senningen zu einem Austausch zwischen der Regierung und den Agrarverbänden in Bezug auf die Umsetzung des nationalen Klimaplans.

Klimaplan: Positive Gespräche zwischen Landwirten und Regierung

Auf Einladung von Premier Bettel kam es im Schloss von Senningen zu einem Austausch zwischen der Regierung und den Agrarverbänden in Bezug auf die Umsetzung des nationalen Klimaplans.
Foto: Guy Jallay
Politik 2 Min. 09.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Klimaplan: Positive Gespräche zwischen Landwirten und Regierung

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Die Regierung hatte die Agrarverbände ins Schloss von Senningen eingeladen, um gemeinsam über die Umsetzung des nationalen Klimaplans zu beraten.

Die Vertreter der Landwirtschaft und der Regierung waren voll des Lobes. „Die Landwirtschaft handelt proaktiv“, meinte beispielsweise Energieminister Claude Turmes (Déi Gréng) am Montag im Anschluss an den sogenannten "Klimadësch -Landwirtschaft" im Schloss von Senningen. Nach der fast dreistündigen Sitzung sprach Landwirtschaftsminister Romain Schneider (LSAP) von einem „exzellenten Startschuss“. Für Umweltministerin Carole Dieschourg (Déi Gréng) war es ein „immens konstruktives Treffen“. Und der Präsident der Landwirtschaftskammer, Guy Feyder, unterstrich die „gute Basis“, auf der die Bauern aufbauen könnten.


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Die Regierung hatte die Bauernverbände (Bauernzentrale, Bauerenallianz, Fräie Lëtzebuerger Bauereverband, Lëtzebuerger Landjugend a Jongbaueren, Lëtzebuerger Bauerejugend und Bio Lëtzebuerg) eingeladen, um gemeinsam über die Umsetzung des nationalen Klimaplans zu diskutieren, um die Chancen, aber auch die Risiken für die Agrarwirtschaft auszuloten. 

Als Basis für das Gespräch diente das gemeinsame Positionspapier, das die Landwirtschaft bereits im November vergangenen Jahres ausgearbeitet hatte. Dass die Interessenverbände sich auf ein gemeinsames Dokument verständigen konnten, ist erstaunlich, sind doch die Anliegen und die Anforderungen je nach Ausrichtung der Betriebe sehr unterschiedlich. 

„Die Bauern arbeiten tagtäglich mit der Natur und sind die ersten, die den Klimawandel zu spüren bekommen“, erklärte Guy Feyer. Und weil für die Landwirte sehr viel auf dem Spiel stehe, habe man sich auch früh mit der Thematik auseinander gesetzt. Für Feyder ist es unerlässlich, dass die Betriebe bei der Umsetzung des Klimaplans von der Politik nicht im Stich gelassen werden.

Die Vertreter der Landwirtschaft und der Regierung trafen sich zu Gesprächen über den nationalen Klimaplan.
Die Vertreter der Landwirtschaft und der Regierung trafen sich zu Gesprächen über den nationalen Klimaplan.
Foto: Guy Jallay

Deshalb soll es für alle landwirtschaftlichen Betriebe ein Monitoring geben, das die Stärken und Schwächen analysiert. Auf dieser Basis soll dann ermittelt werden, wo die Betriebe konkret etwas zum Klimaschutz beitragen können. 

Landwirtschaftsminister Schneider zeichnete bei der gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Klimatisch einige Pisten auf. Als Stellschrauben, die im Kampf gegen den Klimawandel Erfolge versprechen, nannte er unter anderem technische und bauliche Maßnahmen, etwa Fortschritte bei der Gülleausbringung beziehungsweise der Nitratbelastung. Auch eine bessere Beratung, wozu er auch das geplante Monitoring zählt, seien probate Mittel im Kampf gegen den Klimawandel, genau wie die CO2-Bindung.

Gut für das Klima und den Geldbeutel

Energieminister Turmes setzt große Hoffnungen in die erneuerbaren Energien. So soll die Förderung der Biogasanlagen, aber auch der Solartechnik optimiert werden. Für Turmes ist dies eine Win-Win-Situation: Das Klima profitiert und die Bauern können sich über ein zusätzliches Einkommen freuen. "Im Bereich der erneuerbaren Energien gibt es ein sehr großes Einsparungspotenzial", so Turmes. 


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Guy Feyder warnte aber auch vor all zu viel Optimismus. "Was die großen Linien anbelangt, sind wir uns einig. Doch die konkrete Umsetzung des Klimaplans in der Landwirtschaft wird nicht konfliktfrei sein." 

Einig waren sich die Gesprächspartner aber auch, dass die Landwirtschaft sicherlich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann und wird, dass es in anderen Sektoren, etwa in der Industrie, ein wesentlich höheres Potenzial für CO2-Einsparungen gibt. 


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