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Klimakonferenz in Paris: "Manchen steht das Wasser schon bis zum Hals"
Cédric Metz vetritt den Mouvement écologique bei der Klimakonferenz in Paris.

Klimakonferenz in Paris: "Manchen steht das Wasser schon bis zum Hals"

Foto: CM
Cédric Metz vetritt den Mouvement écologique bei der Klimakonferenz in Paris.
Politik 08.12.2015

Klimakonferenz in Paris: "Manchen steht das Wasser schon bis zum Hals"

Cédric Metz vertritt den Mouvement écologique bei der Klimakonferenz COP21 in Paris. Der 27-jährige erlebt das Feilschen um Kohlendioxidmengen und Ausgleichszahlungen hautnah.

(jag) - Der zweiwöchige Verhandlungsmarathon der COP21 verlangt den Teilnehmern alles ab. In hunderten von Sälen und Verhandlungsrunden wird über Kohlendioxidquantitäten und Ausgleichszahlungen gefeilscht. Ein Erlebnis der besonderen Art ist eine solche Megaveranstaltung für einen jungen Teilnehmer, der zum ersten Mal dabei ist. Cédric Metz ist 27 Jahre alt und vertritt im Rahmen der Nichtregierungsteilnehmer den Mouvement écologique.

Es sei schon beeindruckend, so Cédric Metz. "Man hat auf der einen Seite die einzelnen Versammlungsräume, in denen die Gespräche ablaufen und die für uns verschlossen bleiben. Auf der anderen Seite gibt es den Plenarsaal, den ich gestern zum ersten Mal betreten durfte. An den Verhandlungen sind wir zwar nicht beteiligt, aber man begegnet doch mal Politikern und kann mit ihnen reden."

Die Arbeit der ONGs

Auch die Arbeit der vielen lokalen Organisationen beeindruckt den jungen Teilnehmer. "Die lokalen ONGs sind mit ihren Ständen vertreten. Sie dokumentieren eigentlich ganz gut, wie auf praktischer Ebene umgesetzt wird, was die Politiker vorschlagen und aushandeln."

Sehr interessant ist für Cédric Metz die Begegnung mit Vertretern aus Städten, die zum Teil schon vom Klimawandel betroffen sind: "Die Meetings mit Bürgermeistern und Städtevertretern aus aller Welt zeigen, inwiefern der Klimawandel schon Realität ist und wie diese Städte darauf reagiert haben. Sie zeigen Ideen auf, die wir mit nach Luxemburg bringen können."

"Unsere Generation muss umdenken"

Enttäuschend sind für den Mouvement-Vertreter die immer noch beherrschenden wirtschaftlichen und nationalen Interessen. Während die EU mit Luxemburg und den kleinen Inselstaaten eigentlich nach einem handfesten Abkommen mit verbindlichen Regelungen strebt, tun sich Staaten wie Saudi-Arabien damit schwer.

"Trotzdem hat man das Gefühl, dass alle Seiten diese Konferenz nicht mit leeren Händen verlassen wollen. Ich bin guter Dinge, dass hier etwas erreicht wird, was für uns junge Menschen von Wichtigkeit sein wird. Es ist unsere Generation, die jetzt umdenken muss." 







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