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Klimadebatte kommt erst im Herbst: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben
Politik 13.05.2015 Aus unserem online-Archiv

Klimadebatte kommt erst im Herbst: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Elf Prozent seiner Energie soll Luxemburg bis 2020 aus Erneuerbaren beziehen; derzeit sind es knapp vier Prozent

Klimadebatte kommt erst im Herbst: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Elf Prozent seiner Energie soll Luxemburg bis 2020 aus Erneuerbaren beziehen; derzeit sind es knapp vier Prozent
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Politik 13.05.2015 Aus unserem online-Archiv

Klimadebatte kommt erst im Herbst: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Die ursprünglich für Ende Mai, Anfang Juni am Krautmarkt anberaumte Debatte zur Energie- und Klimapolitik des Landes findet erst im Herbst statt. An den ambitiösen Zielen, die sich der mit der Vorbereitung betraute Ausschuss gibt, ändert diese Neuansetzung nichts.

(mas) - Gleich in der ersten Sitzungswoche der Parlamentssession 2015/16 will sich die Abgeordnetenkammer mit der Klima- und Energiepolitik Luxemburgs befassen. Dabei sollen mit Blick auf die UN-Klimakonferenz von Paris, bei der Luxemburg aufgrund des EU-Vorsitzes besonders im Rampenlicht steht, nationale Akzente gesetzt werden.

Mobilität, Tanktourismus, Industrie, Landwirtschaft, Emissionshandel, Wohnungsbau, Gemeinden: Für Henri Kox steht außer Frage, dass alle Bereiche ihren Beitrag zur Senkung der Emissionen leisten müssen. Der Vorsitzende des parlamentarischen Unterausschusses der die Orientierungsdebatte koordiniert, will sich folglich auch nicht mit Vorgaben bis 2020 begnügen.

Erst einmal gilt es aber, über zwei wichtige Bausteine zu verfügen: Die Klimabank, deren Idee die Demokratische Partei bereits 2008 lancierte und die via Vorfinanzierung die energetische Sanierung im Wohnungsbau finanziell erleichtern soll, und die Studie zum Tanktourismus, deren Veröffentlichung seit Jahresbeginn auf sich warten lässt, und die Aufschluss geben soll über die finanzielle bzw. ökologische Belastung aus den Zapfsäulen. Beide Dossiers sollen bis zur Sommerpause vorliegen.

In konkreten Zahlen ausgedrückt könnte Luxemburgs Kohlendioxid-Bilanz sich wie folgt entwickeln - vorausgesetzt, die einzelnen Akteure absolvieren ihre Hausaufgaben: von 9,85 Millionen Tonnen (Stand 2012) auf 8,09 Millionen Tonnen in 2020 und 6,13 Millionen Tonnen in 2030 bis hin zu 2,04 Millionen Tonnen zur Mitte des Jahrhunderts, was dann einer Einsparung von 80 Prozent entsprechen würde.