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Kinderärzte: Bereitschaftsdienst überall gewährleistet
Politik 13.01.2015 Aus unserem online-Archiv

Kinderärzte: Bereitschaftsdienst überall gewährleistet

Die Regierung konnte sich mit den Kinderärzten über eine Neuregelung der Vergütung für den Bereitschaftsdienst einigen.

Kinderärzte: Bereitschaftsdienst überall gewährleistet

Die Regierung konnte sich mit den Kinderärzten über eine Neuregelung der Vergütung für den Bereitschaftsdienst einigen.
Foto: Shutterstock
Politik 13.01.2015 Aus unserem online-Archiv

Kinderärzte: Bereitschaftsdienst überall gewährleistet

Ende Dezember hatten die freischaffenden Kinderärzte ihre Kündigungen eingereicht. Dennoch ist in allen vier Kinderkliniken des Landes ein Bereitschaftsdienst gewährleistet. Die Regierung plant die Schaffung einer "Maison médicale pédiatrique centralisée" neben der "Kannerklinik".

(mig) - Ende Dezember hatten die in Luxemburg praktizierenden freischaffenden Kinderärzte ihre Kündigungen eingereicht. Dennoch ist in allen vier Kinderkliniken des Landes ein Bereitschaftsdienst gewährleistet. Das teilten die beiden zuständigen Minister Lydia Mutsch und Romain Schneider am Dienstag den Abgeordneten mit.

Die liberalen Kinderärzte hatte zum 1. Januar 2015 ihre Kündigungen eingereicht. Damit wollten sie die Regierung unter Druck setzen und erreichen, dass die Vergütung für den Bereitschaftsdienst angehoben wird. Laut Romain Schneider, Minister für Soziales, wurde die Bezahlung inzwischen angepasst.

Bei Verhandlungen vor Jahresende zwischen der Regierung, der Vereinigung der Kinderärzte und den Krankenhäusern Chem (Süden), CHdN (Norden) und CHL (Zentrum) hatte man sich auf eine Art Notfallplan geeinigt, um den Bereitschaftsdienst bis Ende Januar aufrechtzuerhalten. 

Ende Januar läuft dieser Notfallplan aus. Bis dahin soll eine Konvention zwischen der AMMD und der Regierung unterzeichnet werden, die die Bezahlung der Kinderärzte neu regelt und mittelfristig eine ambulante pädiatrische Struktur sowohl im Chem als auch im CHdN vorsieht. Vorgesehen ist auch die Schaffung einer "Maison médicale pédiatrique centralisée" neben der Kannerklinik (Zentrum), zur Behandlung von "leichten" Fällen. Laut den beiden zuständigen Ministern soll die Struktur in den kommenden Monaten ihre Türen öffnen.

Die Schaffung einer solchen Struktur sei notwendig, um die angrenzende Kannerklinik zu entlasten, wie die Vorsitzende des parlamentarischen Gesundheitsausschusses, Cécile Hemmen, auf LW-Nachfrage erklärte. In der Kannerklinik sollen dann die schwerwiegenden Fälle behandelt werden.

Kritik der CSV

Die CSV kritisiert die Schaffung einer einzigen zentralisierten "Maison médicale pédiatrique" im Zentrum des Landes. Dies bedeute den Anfang des Abbaus der gesundheitlichen Grundversorgung für den ländlichen Raum, heißt es in einer Pressemitteilung. Im Interesse der Kinder und Eltern stehe die Regierung in der Verantwortung, eine andere Lösung zu finden, "damit eine permanente Notversorgung kurzfristig flächendeckend garantiert ist". 

In Luxemburg arbeiten 32 freischaffende und 36 angestellte Kinderärzte.


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