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Keine Vorwahlen in Sicht
Politik 26.10.2015 Aus unserem online-Archiv
CSV-Spitzenkandidat

Keine Vorwahlen in Sicht

Laurent Zeimet leitet mit Stephanie Weydert die Statutenkommission.
CSV-Spitzenkandidat

Keine Vorwahlen in Sicht

Laurent Zeimet leitet mit Stephanie Weydert die Statutenkommission.
Foto: Lex Kleren
Politik 26.10.2015 Aus unserem online-Archiv
CSV-Spitzenkandidat

Keine Vorwahlen in Sicht

Die CSV-Statutenreform wird im Dezember bei einem außerordentlichen Kongress verabschiedet. Der künftige Spitzenkandidat soll nicht durch "Primaries" bestimmt werden.

(ml) - Der parteiinterne Reformprozess innerhalb der CSV setzt sich fort. Derzeit überarbeiten die Christlich-Sozialen die 84 Artikel der Statuten und setzen somit die Weichen für die Zukunft. Der Glesener/Thewes-Bericht über den Ist-Zustand der Partei bildet die Grundlage für die geplanten Änderungen. An der Spitze der Statutenkommission stehen CSV-Generalsekretär Laurent Zeimet und Stephanie Weydert. Beide tingeln derzeit fast jeden Abend durchs Land, um den jeweiligen Sektionen und Unterorganisationen die statutarischen Reformen vorzustellen.

Einer der Kernpunkte ist die Nominierung des Spitzenkandidaten. RTL-Informationen zufolge sollen auch in Zukunft keine "Primaries" (Vorwahlen) stattfinden. Dieser Punkt soll bei den Statuten unerwähnt bleiben. Die endgültige Entscheidung fällt allerdings erst am 5. Dezember beim Statutenkongress.

Dem Vernehmen nach soll der CSV-Spitzenkandidat nach Sondierungsgesprächen vom Parteichef vorgeschlagen und anschließend auf einem Kongress gewählt werden. Weiter heißt es, dass die Form eines Konvents ihren Niederschlag in den CSV-Statuten finden soll. Ziel sei es, die Parteimitglieder mehr einzubinden. Im vergangenen Jahr nahm die CSV übrigens rund 400 neue Mitglieder auf.

Des Weiteren sollen die Statuten auch eine Frauenquote beinhalten. Der CSV-Nationalrat wird bereits kommende Woche den Entwurf der Statutenreform gutheißen. Danach können binnen einem Monat Änderungsanträge eingereicht werden. Die definitive Fassung steht am 5. Dezember auf der Tagesordnung des Statutenkongresses.

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