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Keine kostenlosen Tests mehr für Urlaubsreisen
Politik 2 Min. 26.03.2021

Keine kostenlosen Tests mehr für Urlaubsreisen

Wer reisen will, muss künftig die Kosten für einen PCR-Test mit einrechnen.

Keine kostenlosen Tests mehr für Urlaubsreisen

Wer reisen will, muss künftig die Kosten für einen PCR-Test mit einrechnen.
Foto: dpa
Politik 2 Min. 26.03.2021

Keine kostenlosen Tests mehr für Urlaubsreisen

Sarah CAMES
Sarah CAMES
Ab dem 5. April müssen Urlaubswillige selbst für ihre PCR-Tests aufkommen. Die Urlaubsbons werden hingegen bis zum 15. September verlängert.

Ab dem 5. April können Auslandsreisende über die Plattform MyGuichet keine Gratis-Tests mehr anfragen. Das kündigte das Gesundheitsministerium am Freitagmittag an. Die Entscheidung, die Testbedingungen für Auslandsreisen im Rahmen der dritten Phase des Large Scale Testing anzupassen, sei am 17. März im Regierungsrat gefallen.


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Einige Menschen können weiterhin von kostenlosen Tests profitieren, etwa Auslandsstudenten oder Geschäftsreisende. Studenten, die vor der Rückkehr zu ihrer Universität einen negativen Test vorweisen müssen, bietet die Studentenvertretung ACEL Testgutscheine an den Stationen des Large Scale Testing an. Berufsreisende können ihren Antrag für einen kostenlosen Test bei der Chambre de Commerce oder dem House of Entrepreneurship stellen. Dort erhalten sie dann ebenfalls einen Gutschein. 

Im Sommer 2020 entschied die Regierung, allen Reisenden kostenlose Tests anzubieten - dies galt auch für Touristen. Künftig müssen diese jedoch selbst für ihren Test aufkommen. Test-Termine können - am besten mit genügend Vorlaufzeit - bei den Laboratoires Réunis, BioneXt LAB oder Ketterthill angefragt werden.

Übernachtungsgutscheine noch bis September gültig

Während Urlaubsreisen ins Ausland bald etwas teurer und umständlicher werden, wurde die Gültigkeit der von der Regierung ausgestellten Übernachtungsgutscheine noch bis zum 15. September 2021 verlängert. Die ursprüngliche Einlösefrist wäre zum 31. Dezember ausgelaufen, die erste Fristverlängerung galt bis zum 18. April.


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Obwohl die Maßnahme nicht nur im gebeutelten Tourismussektor, sondern auch bei den Einwohnern des Großherzogtums gut ankam, wurde der Großteil der Bons noch nicht eingelöst. Wie aus einer parlamentarischen Frage der LSAP-Abgeordneten Francine Closener an das Tourismusministerium hervorgeht, sind zwar insgesamt 730.096 Gutscheine an Einwohner und Grenzgänger ausgestellt worden, es wurden bis zum 26. März 2021 aber erst 108.744 Bons eingelöst. Seit der ersten Verlängerung zum 1. Januar 2021 wurden 9.862 Gutscheine eingelöst - wegen der strengen Corona-Auflagen zu Beginn des Jahres wird die Frist nun noch einmal verlängert. Über 5,4 Millionen Euro kamen dem luxemburgischen Tourismussektor durch die Gutscheinaktion bereits zugute. 

Eine Liste der teilnehmenden Beherbergungsbetriebe finden Sie hier.

Auch über Direkthilfen wie die „Aide de relance“ und die „Aide coûts non couverts“ wird dem Horesca-Sektor in der Krise unter die Arme gegriffen. Rund 80 Millionen Euro flossen auf diesem Wege seit Beginn der Krise in den Tourismussektor. Am 7. April soll die Außengastronomie wieder unter Auflagen öffnen dürfen. Die Teilöffnung kommt vielen Wirten allerdings zu spät und zu zögerlich - für den 2. April hat der Horesca-Sektor an der Place d'Armes eine Demonstration anberaumt.

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