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Kampagne für mehr erschwinglichen Mietwohnraum
Politik 09.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Kampagne für mehr erschwinglichen Mietwohnraum

In Luxemburg sind erschwingliche Mietwohnungen ein seltenes Gut.

Kampagne für mehr erschwinglichen Mietwohnraum

In Luxemburg sind erschwingliche Mietwohnungen ein seltenes Gut.
Foto: Shutterstock
Politik 09.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Kampagne für mehr erschwinglichen Mietwohnraum

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Das Wohnungsbauministerium appelliert an die privaten Eigentümer, ihre Wohnungen als soziale Mietwohnungen zur Verfügung zu stellen und im Rahmen der Gestion locative sociale einem konventionierten Partner anzuvertrauen.

In Luxemburg fehlt es an erschwinglichen Mietwohnungen. Deshalb sollen künftig mehr soziale Mietwohnungen gebaut werden, insbesondere von den Gemeinden.

Das Wohnungsbauministerium appelliert aber auch an die privaten Eigentümer, ihre Wohnungen als soziale Mietwohnungen zur Verfügung zu stellen und im Rahmen der Gestion locative sociale einem konventionierten Partner anzuvertrauen. 


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(K)ein Dach über dem Kopf
In Deutschland protestieren die Menschen gegen zu hohe Mieten und für mehr bezahlbaren Wohnraum. In Luxemburg finden zwar keine Proteste statt, doch auch hier setzt die Wohnungsnot die Regierung zunehmend unter Druck.

Derzeit befinden sich knapp 1.000 Wohnungen in der Gestion locative sociale. Sie werden von 29 konventionierten Partnern verwaltet. Bei einer Pressekonferenz am Montag im Wohnungsbauministerium wurden 25 Konventionen unterzeichnet, vier stehen noch aus und sollen demnächst unterzeichnet werden. 

Die größten Partner sind die Agence immobilière sociale (AIS) mit rund 400 privaten Wohnungen im Angebot. Hinzu kommen knapp 160 Dienst- oder Gemeindewohnungen. Zweitgrößter Partner ist die Caritas mit derzeit 80 Wohnungen

Wohnungsbesitzer haben steuerliche Vorteile, wenn sie ihre Wohnung über die Gestion locative sociale vermieten. Sie brauchen sich um nichts zu kümmern und haben gesicherte Mieteinnahmen, auch wenn die Wohnung zeitweise nicht vermietet sein sollte. 

Wohnungsbauminister Henri Kox (Déi Gréng) hat am Montag Konventionen im Bereich der Gestion locative sociale mit 25 Partnern unterzeichnet. Vier weitere werden folgen.
Wohnungsbauminister Henri Kox (Déi Gréng) hat am Montag Konventionen im Bereich der Gestion locative sociale mit 25 Partnern unterzeichnet. Vier weitere werden folgen.
Foto: Michèle Gantenbein

Um noch mehr private Eigentümer für die Gestion locative zu gewinnen, sollen die steuerlichen Begünstigungen Wohnungsbauminister Henri Kox (Déi Gréng) zufolge im Rahmen der allgemeinen Steuerreform noch verbessert werden

Die konventionierten Partner erhalten pro Mietwohnung und Monat 100 Euro vom Staat. Dieser Betrag soll im Rahmen der Budgetverhandlungen für 2021 nach oben angepasst werden. Um wie viel ist noch nicht entschieden.

Die in den Konventionen festgeschriebenen Mieten liegen bei maximal zehn Euro pro Quadratmeter, mit Ausnahme der Stadt Luxemburg und einigen Randgemeinden, in denen die Obergrenze infolge der allgemeinen Preissteigerung auf maximal zwölf Euro pro Quadratmeter festgelegt wurde.

Mehr Informationen findet man auf www.logement.lu unter der Rubrik Gestion locative sociale.


 

  



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