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Kabinett schließt sich der deutschen Regierung an: Luxemburg drängt: Doel und Tihange abschalten
Doel 3 soll genau wie Tihange 2 vom Netz genommen werden, bis alle Sicherheitsfragen geklärt sind.

Kabinett schließt sich der deutschen Regierung an: Luxemburg drängt: Doel und Tihange abschalten

AFP
Doel 3 soll genau wie Tihange 2 vom Netz genommen werden, bis alle Sicherheitsfragen geklärt sind.
Politik 22.04.2016

Kabinett schließt sich der deutschen Regierung an: Luxemburg drängt: Doel und Tihange abschalten

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Die Regierung appelliert an Brüssel, die belgischen Atomreaktoren Doel 3 und Tihange 2 abzuschalten. Damit schließt sich Luxemburg dem Vorstoß der deutschen Regierung an.

(C.) In seiner Sitzung am Freitag hat das Kabinett beschlossen, dass Luxemburg sich dem Vorstoß der Bundesregierung  anschließen wird. Zusammen mit Berlin wird Luxemburg die belgische Regierung auffordern, die Atommeiler Doel 3 und Tihange 2 herunterzufahren, bis umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen in den Anlagen  getroffen werden.

Die belgische Atomaufsichtsbehörde AFCN hat die Forderung aus Deutschland bereits am Mittwoch zurückgewiesen: „Die AFCN bleibt überzeugt, dass Doel 3 und Tihange 2 internationale Sicherheitsstandards einhalten (...)“, so die Behörde am Mittwoch.  Es sei deshalb nicht nötig, die Blöcke abzuschalten.

Kritik am Zustand der belgischen Reaktoren gab es in der Vergangenheit auch aus Luxemburg. Staatssekretär Camille Gira (Déi Gréng) bezweifelte, dass Tihange den Sicherheitsvorgaben entspreche und traf in dieser Angelegenheit den belgischen Vizepremier Jan Jambon. Gesundheitsministerin Lydia Mutsch (LSAP) und Umweltministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng) protestierten dagegen, dass die Reaktoren wieder hochgefahren wurden.


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