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Justiz eingeschaltet: Sonderbare Drohung gegen Asselborn
Politik 24.06.2020

Justiz eingeschaltet: Sonderbare Drohung gegen Asselborn

Die Botschaft an Asselborn.

Justiz eingeschaltet: Sonderbare Drohung gegen Asselborn

Die Botschaft an Asselborn.
Screenshot via Facebook
Politik 24.06.2020

Justiz eingeschaltet: Sonderbare Drohung gegen Asselborn

Außenminister Jean Asselborn hat eine bedrohliche Botschaft erhalten, in der dessen Tod prophezeit wird. Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet.

Außenminister Jean Asselborn hat am Sonntag eine seltsame Botschaft erhalten, in der sein Tod "prophezeit" wird, falls er seine Nahostpolitik nicht ändern würde. Asselborn veröffentlichte eine Kopie der Botschaft mit einer kurzen Stellungnahme auf Facebook.

Der Schreiber, der laut Asselborn in Luxemburg lebt und arbeitet, schreibt, er habe eine "prophetische Botschaft" für den Außenminister. Falls dieser seine "Pro-Palästina" und "Anti-Israel"-Politik beibehalte, werde er innerhalb des kommenden Jahres sterben, heißt es in der Botschaft, die mit den Worten abschließt: "Schießen Sie nicht auf den Überbringer der Botschaft. Ich habe keine Furcht, das Wort des Herrn weiterzugeben".


Jean Asselborn - Photo : Pierre Matgé
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Jean Asselborn hat nun die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, die die genauen Motivationen des Schreibers ergründen soll.

"Ich war schon etwas schockiert. Es ist nicht so, also ob ich noch nie solche Schreiben erhalten hätte, besonders aus Ländern wie Ungarn oder Österreich. Aber von einem Urheber aus Luxemburg ist das schon beunruhigender", so Jean Asselborn auf Nachfrage.

Er stelle sich die Frage, woher die Motivation komme, eine derartige Drohung zu formulieren, zumal er in der Nahostpolitik seit jeher eine neutrale Position vertreten habe und für eine Zwei-Staaten-Lösung plädiere.

Update 24. Juni 2020: Jean Asselborn teilt auf seinem Facebook-Profil mit, dass sich der Autor der Drohung inzwischen bei ihm gemeldet und sich entschuldigt habe. Der Mann wisse nicht, was ihn dabei "geritten" habe. Er werde der Polizei Rede und Antwort stehen. "Ich akzeptiere die Entschuldigung", so der Außenminister.

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