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Juncker lobt Wiselers Rede
Politik 08.10.2016 Aus unserem online-Archiv
Von Ex-Premier zu Spitzenkandidat

Juncker lobt Wiselers Rede

Jean-Claude Juncker und Claude Wiseler (r.) am Samstag während des CSV-Konvent.
Von Ex-Premier zu Spitzenkandidat

Juncker lobt Wiselers Rede

Jean-Claude Juncker und Claude Wiseler (r.) am Samstag während des CSV-Konvent.
Foto: Guy Jallay
Politik 08.10.2016 Aus unserem online-Archiv
Von Ex-Premier zu Spitzenkandidat

Juncker lobt Wiselers Rede

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Voller Terminplan für EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Samstag: Nach dem CSV-Konvent war er Gast in der Sendung "Background" auf RTL. Dort fand er lobende Worte für die Rede von Claude Wiseler.

(SH) - Am Samstagmorgen war auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker auf dem CSV-Konvent zur Kür von Claude Wiseler als Spitzenkandidat zu Gast. Kurze Zeit später stand er in der Sendung "Background" auf RTL Radio Rede und Antwort. Die CSV müsse an sich arbeiten und das Profil schärfen, erklärte der ehemalige Premierminister.

Die Rede von Claude Wiseler, der mit über 98 Prozent der Stimmen zum Spitzenkandidaten für die Parlamentswahlen 2018 gewählt wurde, hätte ihm jedoch gefallen. "Es war eine fundierte und seriöse Grundsatzdiskussion", so Juncker. "Sie hat mir gefallen und war einleuchtend." Einen Ratschlag an seinen Parteikollegen wollte er jedoch nicht erteilen. "Wenn man sich bis verabschiedet hat, soll man sich auch nicht mehr einmischen."

EU-Mitgliedsstaaten müssen Regeln einhalten

In der Radiosendung sprach sich Jean-Claude Juncker zudem zum Thema Brexit aus. "Wir warten auf einen Brief der Regierung, in dem sie uns mitteilen, dass sie neue Wege gehen wollen." Nach Erhalt dieses Schreibens sollen die Verhandlungen aufgenommen werden.

Eine Lösung, in der die Briten nur nehmen, nicht aber geben sollen, sei ausgeschlossen. "Entweder man ist in der EU oder nicht", so der EU-Kommissionspräsident. Dies gelte jedoch auch für alle weiteren Länder, die sich an die Regeln halten müssen.

Betreffend den CETA-Vertrag würden die Verhandlungen stocken, dies bedeute laut Juncker jedoch nicht, dass sie nicht weitergeführt werden.



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