Jugendparlament zum Flüchtlingsdrama

"Wir stehen in der Pflicht"

In Budapest warten afghanische und syrische Flüchtlinge auf ihre Weiterreise nach Deutschland.
In Budapest warten afghanische und syrische Flüchtlinge auf ihre Weiterreise nach Deutschland.
Foto: AFP

(C.) - Die politischen Jugendorganisationen haben es vorgemacht. Jetzt meldet sich auch das Jugendparlament zu Wort und fordert die EU-Staaten zu mehr Menschlichkeit im Umgang mit den Flüchtlingen auf. "Wir müssen die Flüchtlinge und andere Zuwanderer aufnehmen. Unsere Geschichte und unsere Werte verpflichten uns dazu", heißt es in einem Presseschreiben des Jugendparlaments.

Die Vertreter befürworten die legale Zuwanderung, vor allem für qualifizierte Fachkräfte. Man dürfe die Zuwanderung nicht ausschließlich als Problem betrachten, sondern als Chance für Europa, das ohnehin unter Fachkräftemangel leidet.

Die Vertreter des Jugendparlaments befürworten die von der EU-Kommission vorgeschlagene "gerechtere Verteilung" der Flüchtlinge innerhalb der gesamten EU.

Man muss zwischen Schutzbedürftigen und Wirtschaftsflüchtlingen unterscheiden, sagt das Jugendparlament. Dies bedeute, dass die EU Teile ihrer Entwicklungshilfepolitik anpassen und mit einer klaren und kohärenten Außenpolitik auftreten müsse.

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