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Journalistenvereinigung kritisiert Abgeordneten Roy Reding
Politik 05.12.2021
"Perfider Einschüchterungsversuch"

Journalistenvereinigung kritisiert Abgeordneten Roy Reding

Roy Reding gilt als harter Kritiker der Corona-Politik in Luxemburg. Die Gefahr des Virus hat er wiederholt verharmlost.
"Perfider Einschüchterungsversuch"

Journalistenvereinigung kritisiert Abgeordneten Roy Reding

Roy Reding gilt als harter Kritiker der Corona-Politik in Luxemburg. Die Gefahr des Virus hat er wiederholt verharmlost.
Foto: Pierre Matgé
Politik 05.12.2021
"Perfider Einschüchterungsversuch"

Journalistenvereinigung kritisiert Abgeordneten Roy Reding

Reding postete die Anfrage und Kontaktdaten eines Journalisten in einer Telegram-Gruppe. Der Reporter wird nun von Impfgegnern zugespammt.

(jt) - Die Association luxembourgeoise des journalistes professionnels (ALJP) hat am Sonntag Kritik am ADR-Abgeordneten Roy Reding geübt. Dieser hatte in einer Impfgegner-Gruppe auf der Chat-App Telegram eine Anfrage eines „Tageblatt“-Journalisten veröffentlicht – inklusive der beruflichen und mobilen Rufnummer des Journalisten.

Laut Angaben der ALJP wurde der Journalist daraufhin in der Telegram-Gruppe als „Spëtzel vun der Gestapo“ bezeichnet. Ein anderes Gruppenmitglied betitelte den Reporter als „Kollaborateur“ und „regierungshörig“. „Der Journalist erhielt und erhält auch heute noch Textnachrichten der dümmlichsten Art auf sein Mobiltelefon, abgesehen davon wird er mit Verschwörungstheorien der Impfgegner zugeschüttet. Zudem wird auf eine sehr perfide Art und Weise versucht, den Journalisten einzuschüchtern“, so die Journalistenvereinigung in einer Pressemitteilung.

Die ALJP verurteilt das Vorgehen des ADR-Abgeordneten „aufs Schärfste“. Reding zeige einmal mehr, was er von der freien Presse halte. „Diese Vorgehensweise ist niederträchtig und wirklich sehr gefährlich“, wird „Tageblatt“-Chefredakteur Dhiraj Sabharwal in der Mitteilung zitert. Sabharwal schloss juristische Schritte gegen Roy Reding nicht aus. 


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Die ALJP teilt diese Ansicht und fordert die Politik auf, ein solches Vorgehen nicht zu dulden, indem sie einfach zur Tagesordnung übergeht. „Es geht um die Pressefreiheit und damit um ein Standbein der Demokratie. Wo nicht unabhängig berichtet werden darf, werden auch andere Menschenrechte verletzt. Angesichts der Zwischenfälle vom Samstag während der Manifestation von Impfgegnern kann man klar sehen, zu was das führt.“

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