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Journalistenverband fordert Freilassung von Julian Assange
Politik 02.01.2021

Journalistenverband fordert Freilassung von Julian Assange

Julian Assange

Journalistenverband fordert Freilassung von Julian Assange

Julian Assange
Foto: AFP
Politik 02.01.2021

Journalistenverband fordert Freilassung von Julian Assange

Tom RÜDELL
Tom RÜDELL
Das Verfahren, das dem Wikileaks-Gründer in den USA drohe, sei "politisch und unfair", so die ALJP. Er sei daher nicht auszuliefern, sondern freizulassen und medizinisch zu behandeln.

Am kommenden Montag wird am Londoner Gerichtshof Old Bailey ein Urteil darüber gefällt, ob Wikileaks-Gründer Julian Assange an die USA ausgeliefert wird oder nicht. Der Luxemburger Journalistenverband ALJP hat sich am Samstag mit einer Erklärung an die Öffentlichkeit gewandt, in der er eine sofortige Freilassung Assanges fordert. Man unterstütze die Position der „Friddens- a Solidaritéitsplattform Lëtzebuerg“ sowie weiterer Journalistenverbände in Europa, Assange umgehend freizulassen. Aufgrund seines Gesundheitszutandes müsse Assange in ein Krankenhaus überführt werden, „um Gefahr für sein Leben abzuwenden.“


ARCHIV - 13.07.2011, Großbritannien, London: Wikileaks-Gründer Julian Assange (M) und seine Anwältin Amal Alameddine, heute Amal Cloony, verlassen den High Court. Assange ist nach Angaben der britischen Polizei in London festgenommen worden. Zuvor hatte ihm die Regierung des lateinamerikanischen Landes das diplomatische Asyl entzogen. Foto: Andy Rain/EPA/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Charismatisch und ein Kämpfer für die Gerechtigkeit oder ein gefährlicher Egomane? An Julian Assange scheiden sich die Geister. Jetzt wurde der Wikileaks-Gründer nach sieben Jahren in der Botschaft Ecuadors festgenommen.

Weiter heißt es: „Dem Wikileaks-Gründer Julian Assange, dessen Plattform wichtige Dienste in Sachen Informationsfreiheit und Aufklärung von Kriegsverbrechen geleistet hat, droht die Auslieferung in die USA mit einem dortigen Verfahren vor einem Sondergericht mit einer Jury, die sich voraussichtlich fast nur aus Militär- und Geheimdienstvertretern zusammensetzt. Die Anklage lautet auf (Beihilfe zum) Landes- bzw. Geheimnisverrats durch Veröffentlichungen; eine Anklage, die journalistische und Whistleblower-Enthüllungen im Bereich von Militär und Spionage in der Konsequenz kriminalisieren würde und deshalb schon aus Gründen des Schutzes der Pressefreiheit abzulehnen ist.“

„Politisches und unfaires Verfahren“

Das Verfahren, das dem 49-jährigen drohe, sei „politisch und unfair“. Daher sei er auf keinen Fall an die USA auszuliefern, so der Journalistenverband. 


(FILES) In this file photo taken on May 1, 2019 WikiLeaks founder Julian Assange gestures from the window of a prison van as he is driven out of Southwark Crown Court in London, after having been sentenced to 50 weeks in prison for breaching his bail conditions in 2012. - More than 60 doctors wrote an open letter published November 25, 2019, saying they feared Julian Assange's health was so bad that the WikiLeaks founder could die inside a top-security British jail. (Photo by Daniel LEAL-OLIVAS / AFP)
Julian Assange mit lebensbedrohlichem Gesundheitszustand
Mehr als 60 Ärzte haben britischen Medienberichten zufolge eine dringende medizinische Behandlung von Wikileaks-Gründer Julian Assange gefordert.

Am Samstag um 15 Uhr findet vor der britischen Botschaft in Luxemburg eine Protestkundgebung gegen eine Auslieferung Assanges statt. 

Der gebürtige Australier hatte die Zeit von 2012 bis April 2019 im politischen Asyl in der Botschaft von Ecuador in London verbracht um einer Auslieferung in die USA zu entgehen. Nachdem der ecuadorianische Präsident Lenin Moreno Assange das Asylrecht entzogen hatte, wurde er am 11. April 2019 verhaftet. Die USA beantragten eine Stunde darauf seine Auslieferung. 


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(FILES) In this file photo taken on May 19, 2017 Wikileaks founder Julian Assange speaks on the balcony of the Embassy of Ecuador in London on May 19, 2017. - Julian Assange has been subjected to drawn-out "psychological torture", a UN rights expert said May 31, 2019, accusing the United States, Britain, Ecuador and Sweden of "collective persecution" of the WikiLeaks founder. The United Nations special rapporteur on torture and other cruel, inhuman or degrading treatment, Nils Melzer, also warned that if London agrees to an extradition request from Washington, Assange risked the death penalty. (Photo by Justin TALLIS / AFP)
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