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Jean-Lou Siweck wird Direktor bei Editpress
Der neue starke Mann bei Editpress: Jean-Lou Siweck.

Jean-Lou Siweck wird Direktor bei Editpress

Foto: Guy Wolff
Der neue starke Mann bei Editpress: Jean-Lou Siweck.
Politik 12.03.2018

Jean-Lou Siweck wird Direktor bei Editpress

Pol SCHOCK
Pol SCHOCK
Paukenschlag in der Medienwelt: Der frühere Chefredakteur des "Luxemburger Wort", Jean-Lou Siweck, übernimmt die Führung des Medienhauses Editpress.

Jean-Lou Siweck wird neuer Direktor des Medienhauses Editpress. Das hat das "Luxemburger Wort" aus gut unterrichteten Quellen in Erfahrung gebracht.  Siweck (47) wird demnach die Leitung von Danièle Fonck (65) übernehmen. Die Entscheidung soll am Mittwoch im Verwaltungsrat von Editpress bestätigt werden. Weder Jean Lou-Siweck noch Editpress-Präsident Nico Clement waren für eine Stellungnahme zu erreichen.


Jean-Lou Siweck
Communiqué de Presse: Jean-Lou Siweck quitte le Luxemburger Wort
Jean-Lou Siweck, le rédacteur en chef du Luxemburger Wort, quittera ses fonctions dans la maison d’édition Saint-Paul Luxembourg au 30 septembre 2017.

Bereits im November des vergangenen Jahres hatte es einen Wechsel an der Spitze von Editpress gegeben: Damals hatte sich Alvin Sold zurück gezogen. Bei der Tageszeitung  "Tageblatt", dem Flaggschiff von Editpress, wurde die Doppelspitze Alvin Sold/Danièle Fonck durch die Doppelspitze Danièle Fonck/Dhiraj Sabharwal ersetzt. Wie die neue Struktur des Medienhauses, zu dem neben dem "Tageblatt", auch "Le Quotidien", sowie "Revue",  "Le Jeudi" und in Teilen auch "L'essentiel" gehören, aussehen werden, ist noch nicht bekannt. 

Ausgebildeter Journalist, ausgewiesener Medienexperte

Siweck ist erst vor kurzem zurück ins Staatsministerium gewechselt und Mitglied im Verwaltungsrat von Radio 100,7 geworden. Zuvor war er vier Jahre Chefredakteur des "Luxemburger Wort". Siweck hat Journalismus und Kommunikation an der Université libre de Bruxelles und am Collège d'Europe in Bruges studiert. Er war Redakteur beim "Lëtzbuerger Land" und bei "Le Quotidien" bis er als wirtschaftlicher Berater ins Staatsministerium von Premierminister Jean-Claude Juncker wechselte. 

2013 wurde er auf Vorschlag des damaligen Verwaltungsratsvorsitzenden von Saint-Paul, Erny Gillen, Chefredakteur des "Luxemburger Wort". Im September 2017 trennten sich die Wege vom Medienhaus Saint-Paul und Jean-Lou Siweck aufgrund von Differenzen in der Umsetzung der Ligne Editoriale. 


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