Jean Asselborn im Interview: "Luxemburg würde Palästina anerkennen"
Frankreich müsse vorangehen, so Asselborn.

Jean Asselborn im Interview: "Luxemburg würde Palästina anerkennen"

Archivfoto: Guy Jallay
Frankreich müsse vorangehen, so Asselborn.
Politik17.01.2018

Jean Asselborn im Interview: "Luxemburg würde Palästina anerkennen"

Tom Ruedell
Tom Ruedell

Luxemburgs Außenminister hat in der "Süddeutschen Zeitung" für eine Anerkennung eines Palästinenserstaates geworben. Was dabei fehle, sei eine einheitliche Linie der EU-Staaten, so Jean Asselborn.

 (dpa) - Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn wirbt für eine Anerkennung Palästinas als Staat. „Wir Europäer müssen zeigen, dass auch die Palästinenser ein Recht auf ihren eigenen Staat haben“, sagte Asselborn der „Süddeutschen Zeitung“ (Mittwoch). „Wenn Frankreich mit der Anerkennung Palästinas voran gehen würde, würden weitere Staaten folgen, auch Luxemburg“, betonte er. Eine gemeinsame Haltung aller EU-Staaten sieht Asselborn derzeit aber nicht. „Wir haben keine einheitliche Linie mehr“, das mache es derzeit unmöglich, eine aktive Nahost-Politik zu gestalten, sagte Asselborn.

Der Zentralrat der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO hatte am Montag von der internationalen Gemeinschaft gefordert, sich für ein Ende der israelischen Besatzung einzusetzen und die Gründung eines unabhängigen Palästinenserstaates zu ermöglichen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas wird am 22. Januar zu einem Gespräch mit den EU-Außenministern in Brüssel erwartet.

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