Wählen Sie Ihre Nachrichten​

"Je suis Charlie": Luxemburg ist solidarisch
Politik 17 4 08.01.2015

"Je suis Charlie": Luxemburg ist solidarisch

Mehrere hundert Menschen haben sich um 11.30 Uhr auf der Place Clairefontaine eingefunden, um ihren Unmut über das Attentat gegen die Pressefreiheit in Paris zum Ausdruck zu bringen.

(TJ) - Der Aufruf zur Gedenkminute für die Opfer des feigen Attentats gegen das Satiremagazin "Charlie Hebdo" stieß in Luxemburg nicht auf taube Ohren. Über 500 Menschen hatten sich am Donnerstag um 11.30 Uhr auf der Place Clairefontaine um Premierminister Xavier Bettel und den Vizepräsidenten der Schoura in Luxemburg, Jean-Luc Karleskind, versammelt um im Stillen der Opfer von Paris zu gedenken.

Roger Infalt, Präsident des Presserates verlas die Namen der getöteten Journalisten und verurteilte das Attentat. Der sichtbar betroffene Premier- und Medienminister Xavier Bettel versicherte Frankreich der Solidarität Luxemburgs. Man müsse alles tun, damit demokratische Werte wie Pressefreiheit und Demokratie nicht unter die Räder kommen.

Bewegende Momente erlebten die Teilnehmer und auch die zahlreichen Journalisten. Besonders in dem Augenblick, als Xavier Bettel dem französischen Botschafter das Beileid der luxemburger Bevölkerung aussprach, zeigte der Regierungschef sich betroffen.

Sehen Sie hier das Video von der Gedenkzeremonie:

Auch nach der Kundgebung fand Bettel kaum Worte. Er sei stolz, Premier eines Landes zu sein, dessen Bürger sich spontan gegen Gräueltaten, wie jene in Paris auflehnen.

Der Presserat hatte am Mittwoch spontan zu dieser Aktion aufgerufen. Mehrere Vereinigungen hatten sich solidarisch erklärt.

Pascal Husting, Programmdirektor von Greenpeace Luxemburg arbeitete während seiner Zeit in als Greenpeace-Direktor in Frankreich mit einigen der getöteten Journalisten von "Charlie Hebdo" zusammen. Er war zutieft betroffen und macht sich nicht nur um den Fortbestand der Pressefreiheit Sorgen, sondern er bedauert auch, dass einige der Förderer der Umweltbewegung ums Leben gekommen sind:

Das Attentat wird von den Teilnehmern generell als Angriff auf die freie Meinungsäußerung und die Pressefreiheit empfunden. Es ist in diesem Sinn beunruhigend und beängstigend zugleich. Bereits am Mittwochabend hatte sich eine Gruppe Menschen vor dem Bistrot de la Presse auf Krautmarkt versammelt.

Kerzen und Plakate als Zeichen der Solidarität mit "Charlie Hebdo"
Kerzen und Plakate als Zeichen der Solidarität mit "Charlie Hebdo"
Foto: Jacques Ganser

Lesen Sie mehr zu diesem Thema