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Jahresbericht der Uni Luxemburg: "Wir möchten keine Massenuniversität werden"
Politik 08.06.2016

Jahresbericht der Uni Luxemburg: "Wir möchten keine Massenuniversität werden"

Der neue Vizerektor Romain Martin (l.) und der Rektor Rainer Klump wollen auf "Qualität statt Quantität" setzen.

Jahresbericht der Uni Luxemburg: "Wir möchten keine Massenuniversität werden"

Der neue Vizerektor Romain Martin (l.) und der Rektor Rainer Klump wollen auf "Qualität statt Quantität" setzen.
Foto: Christophe Olinger
Politik 08.06.2016

Jahresbericht der Uni Luxemburg: "Wir möchten keine Massenuniversität werden"

Steve BISSEN
Steve BISSEN
Qualität statt Quantität - so lautet das Motto des Universitätsrektorats. Diesen Qualitätsanspruch hat die Uni Luxemburg im vergangenen Jahr unter Beweis gestellt.

(stb) - 6 172 Studenten sind zurzeit an der Uni Luxemburg eingeschrieben. Nachdem die Zahl der Studenten seit der Gründung konstant gestiegen ist, soll diese in den kommenden Jahren aber nur noch geringfügig wachsen, auf 7 000 bis 8 000 Studenten.

„Wir möchten keine Massenuniversität werden“, erklärte gestern der neue Vizerektor der Uni Luxemburg, Prof. Dr. Romain Martin, anlässlich der Präsentation des Jahresberichts der Uni Luxemburg auf dem Campus Belval. Universitätsrektor Prof. Dr. Rainer Klump ergänzte: „Wir wollen Qualität statt Quantität.“

Eine Universität mit internationalem Charakter

Die Studentenschaft hat insgesamt einen ausgeprägten internationalen Charakter.

Die Studierenden stammen aus 114  Ländern: 43 % aus Luxemburg, 46 % aus anderen EU-27-Ländern, 11 % aus Nicht-EU-Ländern.

Die größte Gruppe internationaler Studenten bilden die Franzosen, gefolgt von Deutschland, Portugal und Belgien.

Gekennzeichnet war das letzte Jahr durch den Umzug von Teilen der Uni auf den Campus Belval. Dabei mussten rund 7 000 Umzugskisten geschleppt werden. Mittlerweile sind in etwa 900 Angestellte und 2 000 Studenten auf dem neuen Campus angekommen. Im kommenden September sollen nochmals 1 000 Studenten folgen.

Klump: "Motor, Treiber und Leuchtturm der Forschung"

Das Gesamtbudget der Universität Luxemburg belief sich 2015 auf 204,7 Millionen Euro. 145,5 Millionen Euro steuerte der Staat bei. Der größte Teil der Drittmittel kam vom Fonds National de la Recherche.

Rektor Prof. Dr. Rainer Klump unterstrich die Bedeutung der Uni für den Forschungsstandort Luxemburg: „Die Uni ist Motor, Treiber und Leuchtturm der Forschung.“ So wurden 2015 insgesamt 566 Arbeiten in Wissenschaftszeitungen veröffentlicht. Rund 100 Doktoranden haben ihren Abschluss gemacht.

Außerdem freut man sich über den Abschluss von zwei Kooperationsabkommen mit der Universität Berkeley in Kalifornien und dem renommierten Massachusetts Institute of Technology.

Mittlerweile klassiert sich die Uni Luxemburg an 193ter Stelle aller Universitäten weltweit. Besonders hervorzuheben ist außerdem der zweite Platz im globalen Vergleich, was die Internationalität der Uni anbelangt.

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