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Aus Luxemburg in den Heiligen Krieg
Politik 17.10.2014 Aus unserem online-Archiv
IS-Terror

Aus Luxemburg in den Heiligen Krieg

Luxemburg ist derzeit nicht mit einer akuten Terror Gefahr durch die  IS-Miliz konfrontiert.
IS-Terror

Aus Luxemburg in den Heiligen Krieg

Luxemburg ist derzeit nicht mit einer akuten Terror Gefahr durch die IS-Miliz konfrontiert.
AFP
Politik 17.10.2014 Aus unserem online-Archiv
IS-Terror

Aus Luxemburg in den Heiligen Krieg

Luxemburg ist derzeit keiner akuten Terrorgefahr ausgesetzt, betont die Regierung. Sie räumt allerdings ein, dass einige Bewohner aus Luxemburg für den Islamischen Staat kämpfen.

(ml) - Einige Einwohner aus Luxemburg haben sich via Internet vom Islamischen Staat radikalisieren lassen. Einige von ihnen  sind sogar in die Konfliktzonen gereist, um sich der Terrororganisation anzuschließen. Dies bestätigen Außenminister Jean Asselborn und Innenminister Dan Kersch in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des CSV-Abgeordneten Laurent Mosar.

Dies stelle eine mögliche Gefahr für die innere Sicherheit des Landes dar. Derzeit gebe es jedoch keine konkreten Hinweise auf eine akute Terror-Gefahr in Luxemburg. Beide Minister betonen, das man es mit einer neuen Art von Bedrohung zu tun hat. Die IS-Miliz verfüge über große finanzielle Mittel.

Regierung spricht Reisewarnung aus

Jedes Land kann frei entscheiden, wann und für welche Länder es Reisewarnungen ausspricht, betonen Asselborn und Kersch. Es besteht ein europäisches Netz, in dem die EU-Mitgliedsstaaten die Möglichkeit haben, aussagekräftige Informationen untereinander auszutauschen. Dieser Austausch geschieht jedoch  auf völlig freiwilliger Basis.

Luxemburg hat am 1. Oktober eine Reisewarnung für den Mittleren Osten, Nordafrika, die Sahel-Zone und das Horn von Afrika herausgegeben. Die Regierung lässt dabei die Ratschläge der Außenministerien aus den Nachbarstaaten und den Niederlanden einfließen.

Nachdem UN-Resolutionen angenommen wurden, wird das Großherzogtum auf nationaler Ebene eine Reihe von Maßnahmen in die Wege leiten, um sich vor einer möglichen Terror-Gefahr bestmöglich zu schützen. Die Anti-Terror-Zelle der Polizei, des Geheimdienstes und der  Staatsanwaltschaft treffen sich regelmäßig, um die Situation abzuschätzen. Des Weiteren wurde eine interministerielle Arbeitsgruppe geschaffen. Sie setzt sich aus Vertretern des Außen-, Innen- und Justizministeriums zusammen. Auch Spitzenbeamte des Geheimdienstes, der Polizei und der Staatsanwaltschaft werden herangezogen, um eine Strategie gegen den Terror zu entwickeln.


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