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Institut für Zeitgeschichte wird konkret
Politik 05.01.2016 Aus unserem online-Archiv
Geschichtsforschung

Institut für Zeitgeschichte wird konkret

Das Institut für Zeitgeschichte wird an der Uni dem Maison des Sciences Humaines angegliedert.
Geschichtsforschung

Institut für Zeitgeschichte wird konkret

Das Institut für Zeitgeschichte wird an der Uni dem Maison des Sciences Humaines angegliedert.
Foto: Chris Karaba
Politik 05.01.2016 Aus unserem online-Archiv
Geschichtsforschung

Institut für Zeitgeschichte wird konkret

Im Mai oder Juni wird der Leiter des neuen Instituts für Zeitgeschichte (IfZ) ernannt. Die 40 Mitarbeiter des Centre Virtuel de la Connaissance sur l'Europe, das im IfZ beherbergt wird, werden integral übernommen.

(ml) - Die Schaffung eines Instituts für Zeitgeschichte nimmt konkrete Formen an. Bereits am 5. Juni hatte die Regierung grünes Licht dafür erteilt. Im "Institut d'Histoire du Temps Présent" (IHTP) werden vier bestehende Strukturen gebündelt. Dabei handelt es sich um das Centre Virtuel de la Connaissance sur l'Europe (CVCE), das Centre Robert Schuman sowie die Forschungsabteilungen des Centre de documentation et de recherche sur la résistance und des Centre de documentation et de recherche sur l'enrôlement forcé.

Die Mitglieder des parlamentarischen Hochschulausschusses haben André Bauler (DP) zum Berichterstatter des Gesetzentwurfs 6863 ernannt. Der künftige Direktor des neuen Instituts soll im Mai oder im Juni dieses Jahres ernannt werden, heißt es weiter. Der Institutsleiter wird von der Uni bestimmt.

Das Institut für Zeitgeschichte wird an der Universität Luxemburg in dem Maison des sciences humaines in Belval als interdisziplinäres Zentrum angesiedelt. Die digitalen Geistes- und Sozialwissenschaften genießen oberste Priorität. Trotz Bedenken des ehemaligen LSAP-Abgeordneten Ben Fayot wurde die Uni Luxemburg mit der Aufgabe beauftragt.

Die Projekte des Centre Virtuel de la Connaissance sur l'Europe (CVCE) werden in Zukunft vom Institut für Zeitgeschichte fortgesetzt. Die Abgeordneten zeigten sich besorgt über die berufliche Zukunft der 40 CVCE-Mitarbeiter. Der delegierte Hochschulminister Marc Hansen versicherte, dass das betroffene Personal integral von der Uni Luxemburg übernommen wird. Die bestehenden Arbeitsverträge bleiben unangetastet.

Das geplante Institut für Zeitgeschichte rief in der Vergangenheit bereits zahlreiche kritische Stimmen auf den Plan. Neben dem ehemaligen LSAP-Abgeordneten Ben Fayot äußerten auch einige Historiker Bedenken. Charles Barthel, der nur wenige Tage vor der Entscheidung der Regierung darüber in Kenntnis gesetzt wurde, dass das Centre Robert Schuman, das er bis dahin geleitet hatte, in das neue Institut für Zeitgeschichte überführt werden soll, wechselte daraufhin in das Staatsarchiv.


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