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Gerichtliche Schritte gegen Homo-Ehe
Politik 29.09.2014 Aus unserem online-Archiv
Initiative Schutz fir d'Kand

Gerichtliche Schritte gegen Homo-Ehe

Die Initiative "Schutz fir d'Kand" bezeichnet die Homo-Ehe als ungerecht.
Initiative Schutz fir d'Kand

Gerichtliche Schritte gegen Homo-Ehe

Die Initiative "Schutz fir d'Kand" bezeichnet die Homo-Ehe als ungerecht.
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Politik 29.09.2014 Aus unserem online-Archiv
Initiative Schutz fir d'Kand

Gerichtliche Schritte gegen Homo-Ehe

Das Parlament weigerte sich, die Unterschriften der schriftlichen Petition anzuerkennen. Nun leitet die Initiative "Schutz fir d'Kand" juristische Schritte ein.

(ml) - Die Initiative "Schutz fir d'Kand" zieht vor Gericht. Ihre Petition gegen die Homo-Ehe war vom Parlament verworfen worden. Der zuständige parlamentarische Ausschuss hatte einstimmig beschlossen, die elektronische und schriftliche Petition nicht addieren zu lassen. Mindestens 4500 Unterschriften sind nötig, damit im Parlament eine Debatte stattfindet. Rund 400 Unterschriften, die nachgereicht worden waren, wurden nicht anerkannt. 

Die Initiative "Schutz fir d'Kand" will sich nicht damit abfinden und hat nun juristische Schritte eingeleitet. Sie fordert, dass die Reform des Eherechts, so lange nicht in Kraft tritt, bis das Klarheit in diesem Dossier herrscht. In einem Presseschreiben wird die Homo-Ehe als "ungerecht" bezeichnet, mit der Begründung, dass homosexuelle Paare durch das neue Gesetz auch das Adoptionsrecht erlangen. Somit verweigere man den Kindern das Grundrecht, ihre richtigen Eltern kennen zu lernen.

Die Reform des Eherechts wurde am 18. Juni im Parlament mit einer breiten Mehrheit von 56 Ja-Stimmen gutgeheißen. Lediglich die drei ADR-Abgeordneten und Aly Kaes (CSV) stimmten dagegen. Das Gesetz tritt sechs Monate nach der Veröffentlichung im Memorial in Kraft. Homosexuelle Paare können ab dem 1. Januar in Luxemburg den Bund fürs Leben schließen. 


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