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Impfstopp für AstraZeneca auch in Luxemburg
Politik 2 Min. 15.03.2021

Impfstopp für AstraZeneca auch in Luxemburg

Impfstopp für AstraZeneca auch in Luxemburg

Foto: Nicolas Armer/dpa
Politik 2 Min. 15.03.2021

Impfstopp für AstraZeneca auch in Luxemburg

Nach Deutschland und Frankreich hat das Großherzogtum am Montagabend entschieden: Vorerst wird es keine Impfungen mit AstraZeneca mehr geben. Grund ist eine Häufung von Fällen seltener Thrombosen, die weiter überprüft werden müssten.

(tom/dpa) - Auch Luxemburg wird vorerst die Impfungen mit dem Vakzin AstraZeneca aussetzen. Das teilte die Santé am Montagabend in einem Kommuniqué mit. Man werde sich den europäischen Nachbarstaaten anschließen, die ebenfalls vorerst kein AstraZeneca mehr verimpften, darunter zuletzt Deutschland und Frankreich. Die beiden Nachbarstaaten des Großherzogtums hatten diesen Schritt am Montagnachmittag  verkündet.


15.03.2021, Berlin: Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, äußert sich auf einer Pressekonferenz zur Aussetzung des Corona-Impfstoffs Astrazeneca.  Auch Deutschland setzt Corona-Impfungen mit dem Präparat des Herstellers Astrazeneca vorsorglich aus. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, bis die Analysen der Europäischen Medikamentenagentur EMA abgeschlossen seien, so das Statement der Santé. Hintergrund sind nach Impfungen mit AstraZeneca aufgetretene Fälle von Thrombose, die als Nebenwirkung des Medikaments infrage kommen. Auch in Luxemburg betrifft der AstraZeneca-Stopp die Nutzung des Vakzins als erste wie auch als zweite Impfung.  

Die Santé verweist auf eine Mitteilung der EMA vom Montag, in der es heißt, dass die Vorteile von AstraZeneca in der Bekämpfung der Corona-Pandemie die Risiken überwiegen. 

Am Freitag war eine Charge AstraZeneca-Vakzin zurückgerufen worden, weil sie möglicherweise im Zusammenhang mit einem Thrombose-Fall stand. Allerdings waren zu diesem Zeitpunkt bereits 4.141 von 4.800 Dosen der Charge verimpft worden.  

Auffällige Häufung seltener Thrombosen 

Ausgangspunkt der Impfstopps in verschiedenen Ländern am Montag war eine Empfehlung des deutschen Paul-Ehrlich-Instituts, das die deutsche Regierung in Fragen der Impfmedikation berät. Es seien seit dem 11. März weitere Fälle von Thrombosen in Hirnvenen aufgetreten.

Bei der Analyse des neuen Datenstands sehe man eine auffällige Häufung einer speziellen Form von sehr seltenen Thrombosen in Hirnvenen in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) und Blutungen in zeitlicher Nähe zu Impfungen mit AstraZeneca. Die Daten würden von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) weiter analysiert und bewertet.

Wenn Menschen sich mehr als vier Tage nach der AstraZeneca-Impfung zunehmend unwohl fühlten, sollten sie sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben, riet das PEI. Mögliche Beschwerden seien starke und anhaltende Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen.

Vergangene Woche hatte das Paul-Ehrlich-Institut noch erklärt, bislang gebe es keine Hinweise, dass ein Todesfall in Dänemark mit dem Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca in kausaler Verbindung stehe.

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