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Impfstoffreste könnten bald an Freiwillige verteilt werden
Politik 21.04.2021

Impfstoffreste könnten bald an Freiwillige verteilt werden

Impfstoffreste könnten bald an Freiwillige verteilt werden

Foto: AFP
Politik 21.04.2021

Impfstoffreste könnten bald an Freiwillige verteilt werden

Sarah CAMES
Sarah CAMES
Impfstoffreste sollen bald am Ende des Tages nicht mehr entsorgt werden, sondern an Freiwillige verimpft werden können.

Die Impfdosen, die am Ende des Tages übrigbleiben, werden bald nicht mehr weggeworfen, sondern sollen an Freiwillige verimpft werden. Diese Änderung der Impfstrategie wurde am Mittwochmorgen in der Gesundheitskommission besprochen. Sven Clement, Chef der Piratenpartei, schrieb am Mittwochmorgen auf Facebook, dass Premierminister Xavier Bettel (DP) in der Kommission bestätigte, dass die Regierung gewillt sei, ein solches Projekt in die Tat umzusetzen.

Freiwillige werden sich demnach auf eine Liste einschreiben können und werden telefonisch kontaktiert, wenn in den Impfzentren noch unverbrauchte Dosen stehen, die am Folgetag nicht mehr nutzbar wären. Einschreiben können sich laut dem Gesundheitsamt Menschen zwischen 30 und 54 Jahren. 

Laut der Santé bleiben am Ende eines Impftages üblicherweise relativ wenige Dosen übrig, da diese entsprechend den Anmeldungen aufgetaut und vorbereitet werden. Wenn angemeldete Personen zu ihrem Impftermin nicht erscheinen oder sich gegen einen spezifischen Impfstoff-Typ entscheiden, muss der ungenutzte Wirkstoff nach dem geplanten System allerdings bald nicht mehr entsorgt werden.


Briefkasten, Foto: Shutterstock
Wenn die Impfeinladung fälschlicherweise ausbleibt
Im Zuge der Impfkampagne gehen manche Personen irrtümlicherweise leer aus. Betroffene müssen allerdings nicht auf eine Impfung verzichten.

Premierminister Bettel und Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) geben am Mittwochabend ab 17 Uhr auf einer Pressekonferenz weitere Details zu dieser Neuerung bekannt. Unter anderem werden sie dort darauf eingehen, in welcher Reihenfolge die Freiwilligen auf der Liste kontaktiert werden. Auch ein mögliches Startdatum wollen sie am Abend bekannt geben.

Solche Wartelisten gibt es auch bereits im Umland. In Trier können sich über 60-Jährige beispielsweise seit Mitte April online einschreiben, um einzuspringen, wenn andere ihren Impftermin nicht wahrnehmen. Die Auswahl erfolgt per Zufallsgenerator. Die Impfkandidaten, die einspringen wollen, müssen dann innerhalb von 30 Minuten am Impfzentrum vorstellig werden. 

Die Pressekonferenz können Sie ab 17 Uhr wie gewohnt in unserem Live-Ticker und im Stream mitverfolgen.

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